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Dresden

So eisig war's beim Faschingsschwimmen

Draußen kalt, im Wasser kalt - den verrückten Badern macht das fast nichts aus. Zwei Schwimmer haben sich wohl trotzdem überschätzt.

Das "Goldene Pärchen" in der Mitte bekam den Preis für das beste Kostüm. Birgit Roy und Holger Kuntzsch sind schon alte Hasen beim Faschingsschwimmen.
Das "Goldene Pärchen" in der Mitte bekam den Preis für das beste Kostüm. Birgit Roy und Holger Kuntzsch sind schon alte Hasen beim Faschingsschwimmen. © Domschke/SZ

Verrückte Typen sind das - da waren sich die Zuschauer beim Faschingsschwimmen am Neustädter Elbufer aber einig. Großen Applaus gab es dann aber doch für jeden einzelnen Schwimmer, der aus dem Wasser stieg. Allerdings ging es bei dieser Veranstaltung nicht darum, der Schnellste zu sein. Prämiert wird beim Faschingsschwimmen nämlich nur das schönste Kostüm - und das hatten in diesem Jahr Birgit Roy und Holger Kuntzsch an. Mit goldenen Gesichtern und Kostümen im Stile der Zwanziger Jahre stiegen sie ins 4,5 Grad kühle Elbwasser. Für Holger ist das gar kein Problem: Der Torgauer ist schon zum 16. Mal dabei. Seit 2005 trainiert er jedes Jahr Monate vorher in einem See für das Event, das die Deutsche Lebenrettungsgesellschaft (DLRG)  in diesem Jahr zum 21. Mal in Dresden organisiert hat. 

"Man spürt einen höllischen Schmerz"

Eine gute Vorbereitung ist für die Teilnehmer wichtig, denn ungefährlich ist das Ganze nicht, sagt DLRG-Sprecher Benny Böhm. An diesem Sonntag mussten zwei Schwimmer aus dem eisig-kalten Wasser geholt und im warmen Zelt versorgt werden. "Einige überschätzen sich, dann müssen wir eingreifen." Insgesamt 75 Einsatzkräfte waren beim Faschingsschwimmen vor Ort, mit neun Booten begleiteten sie die 72 Schwimmer auf der 400- und 800-Meter-Strecke. Benny Böhm ist trotz der beiden Vorfälle zufrieden: "Zum ersten Mal mussten wir nicht den Rettungswagen nutzen." Eine Fahrt ins Krankenhaus stand bislang jedes Jahr auf dem Programm. 

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Aladin und sein Harem hatten offensichtlich Spaß - trotz Kälte und leichter Kleidung: Nicole Weber (2. v.l.) war zum ersten Mal dabei und ging einfach zu Fuß.
Aladin und sein Harem hatten offensichtlich Spaß - trotz Kälte und leichter Kleidung: Nicole Weber (2. v.l.) war zum ersten Mal dabei und ging einfach zu Fuß. © Domschke/SZ

Gut überstanden hat die frostige Angelegenheit auch Nicole Weber. Die 31-Jährige aus Senftenberg ist zum ersten Mal dabei - und hat mit ihrer Truppe um Aladin den zweiten Platz für das beste Kostüm abgeräumt. Der Fummel aus 1001 Nacht war dann doch sehr luftig, kalt war's also schon am Ufer. Acht Grad Celsius zeigte das Thermometer. Und wie fühlt sich dann der Gang in die Elbe an? "Man spürt einen höllischen, stechenden Schmerz - aber sonst geht es", sagt Nicole Weber, lacht und klappert mit den Zähnen. Geschwommen ist sie allerdings nicht. Weil die Elbe einen Pegel von gut 90 Zentimetern hat und im Uferbereich noch flacher ist, ging Nicole Weber die 400 Meter von der Carolabrücke lieber zu Fuß. 

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