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So entsteht eine Jeans

Bis aus der Baumwolle vom Feld eine fertige Jeanshose im Laden gekauft werden kann, sind viele Handgriffe nötig.

© Foto: AdobeStock

Der Rohstoff ist Baumwolle. Die wird auf riesigen Feldern angebaut, die größten Anbaugebiete liegen in China, Indien, den Vereinigten Staaten und Pakistan. Von der Aussaat bis zur Ernte dauert es etwa acht bis neun Monate. Weil die Pflanzen oft ungleichmäßig reifen, finden meist mehrere Ernten hintereinander statt. In reichen Ländern wie den USA wird mit riesigen Maschinen geerntet, in kleinen, ärmeren Ländern wird die Baumwolle von Hand gepflückt. Die handgepflückte hat aber die bessere Qualität. Wegen der relativ langen Reifezeit können meist keine Zwischenfrüchte gepflanzt werden, deshalb wächst die Baumwolle häufig in Monokulturen, was sie besonders anfällig gegenüber Schädlingen wie dem Baumwollkapselkäfer und Baumwollkapselbohrer macht. Dagegen werden Pestizide eingesetzt. Bei Bio-Baumwolle ist das nicht der Fall.

Schussfaden und Veredelung

Nach der Ernte werden die Baumwollfäden in die Spinnerei gebracht und dort weiterverarbeitet. Zuerst werden die unterschiedlich langen Baumwollfäden zu einem langen Garn versponnen. Das Besondere am Jeansstoff ist, dass der Kettfaden weiß, also naturbelassen verarbeitet wird und nur der Schussfaden indigoblau eingefärbt. Als Kettfaden wird der Faden bezeichnet, der fest im Webrahmen oder im Webstuhl eingespannt ist. Mit dem Schussfaden wird gearbeitet. Ihn zieht die Weberin beziehungsweise der Weber über und unter dem Kettfaden hindurch. Gewebt wird nach der sogenannten Körperbindung. Das macht den Stoff noch robuster und strapazierfähiger. Weil der natürliche Baumwollstoff nach dem Waschen immer eingeht, wird er vor dem Schneidern der Jeanshose schon einmal vorgewaschen.

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Bevor jedoch mit dem Nähen begonnen wird, werden alle Einzelteile anhand des Schnittmusters ausgeschnitten. Dann wird jedes Teil, von der kleinsten Gürtelschlaufe bis hin zum Hosenbein genäht. Und am Ende alles zusammengefügt. Die Arbeitsjeans wäre nun fertig. Für modische Trends kann sie noch veredelt werden: mit unterschiedlichen Prints, Waschungen, Styles und Mustern. Bei stonewashed wird sie zusammen mit Bimssteinen in der Waschmaschine so lange gewaschen, bis sie den typischen Look besitzt. Verziert werden kann mit Strasssteinchen oder Spitzenstoff.

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