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So funktioniert Demokratie nicht

Gravierende Änderungen brauchen Zeit, müssen langsam geplant und mit den Betroffenen diskutiert werden. Die Entrüstung der Eltern über das Vorhaben und die Vorgehensweise der Gemeindeverwaltung Großweitzschen ist zu verstehen.

© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

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Gravierende Änderungen brauchen Zeit, müssen langsam geplant und mit den Betroffenen diskutiert werden. Die Entrüstung der Eltern über das Vorhaben und die Vorgehensweise der Gemeindeverwaltung Großweitzschen ist zu verstehen. Weniger, die Gründe, die die Verwaltung für die zweiwöchige Schließzeit vorbringt. Denn viele Kommunen zeigen, dass es auch anders geht, sie weder den Eltern noch ihren Mitarbeitern die Urlaubszeiten vorschreiben. Auch die Grundreinigung ist kein Argument für eine längere Schließzeit, wie die anderen Kommunen beweisen.

Noch schlimmer ist die Art und Weise, wie der Beschluss herbeigeführt werden sollte. Ein Tag lag zwischen der Information des Elternrates und der Sitzung des Rates. Sicher ist bei solch einer Festlegung von vorherein damit zu rechnen, dass die Eltern nicht einverstanden sind, es Redebedarf und Gegenwind gibt. Doch auch dem muss sich die Verwaltung stellen, wenn es einen solchen Einschnitt in die Kinderbetreuung gibt. Und wenn dann noch gesetzliche Regelungen außer Kraft gesetzt werden, dann scheint in der Gemeindeverwaltung einiges schief zu laufen.