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Zittau

So gefährdet sind Radfahrer in Zittau

Laut einer ADFC-Umfrage hat sich die Situation in der Stadt zwar insgesamt verbessert, dennoch gibt es viele Probleme.

Symbolbild. © Rafael Sampedro

Die Radfahrer bewerten die Situation in Zittau immer besser - und bleiben doch unzufrieden. Dies zeigen die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests, den der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am Dienstag öffentlich vorgestellt hat. Daran nahmen zwischen September und November 109 Personen teil.

Laut den Tests bekam Zittau 2014 noch die Schulnote 4,06, zwei Jahre später eine 3,99 und 2018 eine 3,82. Damit liegt die Stadt im bundesweiten Mittelfeld, jedoch deutlich abgeschlagen hinter den vergleichbaren sächsischen Städten Hoyerswerda (3,5), Markkleeberg (3,51) oder Coswig (3,56). Regional liegt Zittau vor Löbau (3,89) und Görlitz (3,86), aber hinter Bautzen (3,78).

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Die SZ nennt die wichtigsten Ergebnisse:

So ist das Sicherheitsgefühl

Unter Zittaus Radfahrern fühlen 64 Prozent im Straßenverkehr gefährdet. "Wenn zwei Drittel angeben, sich auf dem Fahrrad gefährdet und bedrängt zu fühlen, dann muss das zu denken geben", sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. Hier sei die Kommunalpolitik und die Stadtspitze gefragt, mit sicherer Infrastruktur und Öffentlichkeitsarbeit das Verkehrsklima zu verbessern. 

Hier gibt's Probleme

Nach der Befragung sehen 89 Prozent der Zittauer den Fahrraddiebstahl in der Stadt als ein Problem an, während dieser Wert sachsenweit bei nur 77 Prozent liegt. Und 67 Prozent empfinden das Miteinander von Autos und Fahrrädern auf der Straße als problematisch, 73 Prozent kritisieren die Wegführung für Radfahrende an Baustellen.

Nur 23 Prozent der Zittauer lassen ihr Kind mit gutem Gewissen allein in der Stadt mit dem Rad fahren. Nur 17 Prozent haben das Gefühl, dass es in der Stadt gewünscht ist und gefördert wird, wenn Kinder mit dem Rad zur Schule fahren. Auch finden nur 20 Prozent finden, dass sich Kinderfahrradanhänger in Zittau gut nutzen lassen.

Von den Teilnehmern wünschen sich 67 Prozent bessere Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme im Öffentlichen Verkehr. Außerdem fühlen sich nur 24 Prozent der Zittauer Radfahrenden als gleichwertige Verkehrsteilnehmer akzeptiert.

Hier gibt's Verbesserungen

Die Teilnehmer des Fahrradklima-Tests sehen aber auch Verbesserungen. So sind 71 Prozent sind mit den geöffneten Einbahnstraßen in die Gegenrichtung zufrieden. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Die geöffneten Einbahnstraßen erhielten im Mittel die Schulnote 2,9. Der Wert lag 2016 noch bei 3,4.

Konrad Krause ergänzt, dass die Fahrradförderung in der Stadt ebenfalls besser bewertet wird. Vergaben die Radfahrer in Zittau 2016 noch die Schulnote 4,5, bewerteten sie die Situation 2018 mit 4,1. "In Zittau werden Verbesserungen anerkannt, doch es muss noch viel mehr getan werden, so Krause. Dass Zittau Gründungsmitglied von Rad.SN, eine im März gegründete AG sächsischer Kommunen, sieht er dabei als hoffnungsvolles Zeichen.

Hier sticht Zittau hervor

Ein zwar negativer, aber vergleichweise wiederum positiver Wert: 34 Prozent finden, dass gut gegen Falschparkende auf Radwegen vorgegangen wird. Sachsenweit liegt dieser Wert bei nur 20 Prozent. Und 27 Prozent sind mit der Breite der Radwege grundsätzlich zufrieden, im gesamten Freistaat sind es nur 25 Prozent.

Mehr Lokales unter:

www.sächsische.de/ort/zittau

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