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So gefährlich ist die Kreuzung wirklich

Über den Knotenpunkt Harthaer/Aschershainer Straße wird heftig diskutiert. Sächsische.de prüft die Sichtverhältnisse.

Blick aus Richtung Aschershain nach links: Die Straße ist gut einzusehen, obwohl die Autos auf der Umgehungsstraße aus eine Senke kommen.
Blick aus Richtung Aschershain nach links: Die Straße ist gut einzusehen, obwohl die Autos auf der Umgehungsstraße aus eine Senke kommen. © Dietmar Thomas

Hartha. An der Kreuzung Harthaer/Aschershainer Straße in Hartha hat es am Donnerstag erneut einen Unfall gegeben. Ein Transporter wollte aus Hartha kommend in Richtung Aschershain fahren und übersah einen Pkw, der aus Richtung Hartha-Kreuz kam. 

Es entstand nur Blechschaden, verletzt wurde niemand. Auch wenn es nur ein „leichter“ Unfall war, bestätigt er doch, dass die Autofahrer an dieser Kreuzung besondere Vorsicht walten lassen sollten.

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Blick aus Richtung Aschershain nach rechts: Auch in diese Blickrichtung ist die Sicht gut. Der Verkehr auf der Hauptstraße lässt sich weithin verfolgen.
Blick aus Richtung Aschershain nach rechts: Auch in diese Blickrichtung ist die Sicht gut. Der Verkehr auf der Hauptstraße lässt sich weithin verfolgen. © Dietmar Thomas

Nach mehreren Unfällen in diesem Jahr ist sie als gefährlicher Knotenpunkt eingestuft worden. Deshalb wurde in der vergangenen Woche die Beschilderung geändert. Auf der Harthaer Straße sind von beiden Seiten Zusatzschilder „Unfallgefahr“ angebracht worden. Wer aus Richtung Aschershain kommt und die Harthaer Straße überqueren beziehungsweise auf sie abbiegen will, muss ein neu aufgestelltes Stoppschild sowie die Haltelinie beachten. 

Aus Richtung Hartha gibt es jedoch keine Änderung. Die Aschershainer Straße ist als Nebenstraße ausgeschildert. „Die Anordnung von Stopp-Schildern wurde durch die Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes entsprechend der örtlichen Sicht- und Verkehrsverhältnisse geprüft“, sagte Pressesprecherin Cornelia Kluge auf Anfrage. Aus Richtung Aschershain sei ein Stoppschild als begründet festgestellt worden. „Aus Richtung Hartha sind die Sichtverhältnisse gut, deshalb wurde hier auch kein Stopp-Schild angeordnet“, so Kluge weiter.

Blick aus Richtung Hartha nach links: Die Straße selbst ist bis in Höhe der großen Hinweistafel erkennbar, dennoch sieht man Autos auch aus weiterer Entfernung.
Blick aus Richtung Hartha nach links: Die Straße selbst ist bis in Höhe der großen Hinweistafel erkennbar, dennoch sieht man Autos auch aus weiterer Entfernung. © Dietmar Thomas

Doch wie sind die Sichtverhältnisse an der Kreuzung? Aus Richtung Aschershain kann man die Umgehungsstraße nach beiden Seiten gut überblicken. Dagegen ist es ratsam, an der Kreuzung anzuhalten, wenn man die Aschershainer Straße aus Richtung Hartha befährt. Nach links sieht man die Autos auch aus weiterer Entfernung. Anders ist es, wenn man nach rechts blickt. Die Autos auf der Umgehungsstraße kommen aus einer Senke und sind spät zu sehen. Sind die Fahrzeuge dann noch schneller, als die vorgeschriebenen 70 Kilometer in der Stunde, steigt die Unfallgefahr.

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Doch viele Verkehrsteilnehmer sind anderer Meinung. „Aus Richtung Aschershain kann man die Umgehungsstraße wunderbar überblicken. Aus Hartha kommend sieht man die Autos sehr spät. Da steht das Stoppschild auf der falschen Seite“, kommentiert ein Nutzer im sozialen Netzwerk Facebook. Mit dieser Auffassung ist er nicht der einzige. Andere schlagen vor, eine Ampelanlage zu errichten oder die Kreuzung durch einen Kreisverkehr zu ersetzen.

Blick aus Richtung Hartha nach rechts: der neuralgische Punkt. Die Autos kommen aus einer Senke und sind deshalb spät zu sehen. 
Blick aus Richtung Hartha nach rechts: der neuralgische Punkt. Die Autos kommen aus einer Senke und sind deshalb spät zu sehen.  © Dietmar Thomas