merken

Dresden

So geht es bei der Bäckerei Eisold weiter

Nach Insolvenz und Filialschließungen bei dem Traditionsunternehmen haben sich jetzt die Gläubiger auf das weitere Vorgehen geeinigt. 

Für die Bäckerei Eisold gibt es jetzt einen Plan. © Sven Ellger

Die Gläubiger der insolventen Bäckerei Eisold haben sich am Freitag einstimmig für die Sanierung des Unternehmens ausgesprochen. 

Bei der Gläubigerversammlung am Dresdner Amtsgericht haben sie sich damit für den Erhalt des Traditionsunternehmens entschieden. Laut Insolvenzverwalter Christian Heintze sei es das Ziel, die Bäckerei grundsätzlich als Familienbetrieb zu erhalten. Weitere Filialen sollen zudem nicht geschlossen werden. „Unsere Analyse der einzelnen Filialen hat gezeigt, dass aktuell lediglich zwei Standorte nicht aufrecht erhalten werden können“, sagt Heintze.

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Das betrifft die Standorte Wallstraße und Hohe Straße. Ersterer ist bereits geschlossen, der zweite folgt Ende August. Alle Mitarbeiter werden laut Heintze an anderen Standorten weiterbeschäftigt. Mit den Vermietern weiterer Filialen konnte der Insolvenzverwalter nach eigenen Angaben zwischenzeitlich bessere Konditionen aushandeln, sodass deren Bestand gesichert sei.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Bäckerei Eisold schließt Filialen

Ende August werden zwei Dresdner Standorte dichtgemacht. Die Zukunft weiterer Geschäfte ist noch offen.

Symbolbild verwandter Artikel

Großbäckerei Eisold ist insolvent

Ein Insolvenzverwalter hat die Geschäfte übernommen. Er muss einen Weg finden, wie es mit den 17 Filialen und Cafes, wie dem Toscana in Dresden, weitergeht.

Die Bäckerei Eisold hatte Ende April Insolvenz angemeldet. Gründe hierfür seien Umsatzeinbrüche und großer Konkurrenzdruck einzelner Filialen gewesen, hieß es damals. Zudem konnten die Mitarbeiter seit Februar nicht mehr pünktlich bezahlt werden. Es sind Verbindlichkeiten in Millionenhöhe bei Lieferanten aufgetreten. Das Unternehmen mit Sitz in Radeberg blickt auf eine lange Tradition zurück. 1953 war der Betrieb gegründet worden. Derzeit gibt es 17 Filialen und vier eigene Gastronomiebetriebe mit aktuell 180 Mitarbeitern. Besonders bekannt sind dabei das Café Toskana am Blauen Wunder sowie das Schwarzmarktcafé an der Hauptstraße.

Bis Ende September soll der Insolvenzplan im Detail ausgearbeitet werden. In der Vergangenheit war auch schon von Umbauten in den Filialen die Rede. (mit SZ/jv)