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So hat der Landkreis Meißen gewählt

Thomas de Maizière (CDU) hat im Wahlkreis Meißen mit 36,7 Prozent zum dritten Mal in Folge gewonnen. Bei den Zweitstimmen liegt die AfD klar vorn.

© Symbolbild/dpa

Meißen. Die AfD hat die Bundestagswahl in Sachsen überraschend gewonnen. Mit unerwartet starken 27,0 Prozent vervierfachte sie knapp ihr Ergebnis von 2013, wurde laut vorläufigem amtlichen Ergebnis stärkste Kraft im Freistaat und fuhr damit zugleich ihr bundesweit bestes Ergebnis ein.

Ein ähnliches Bild zeigte sich im Wahlkreis Meißen. Zumindest bei den Zweitstimmen. Mit 32.9 Prozent wurde die AfD klar zur stärksten Kraft gewählt. Die CDU kam auf 26,1 Prozenz. Danach folgten die Linke mit 13,3, SPD und FDP erreichten jeweils 8,7 Prozent der Stimmen. Mit lediglich 3,7 Prozent der Stimmen waren die Grünen abgeschlagen.

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Bei den Direktmandaten blieb die große Überraschung dagegen aus. Thomas de Maizière (CDU) hat im Wahlkreis Meißen zum dritten Mal in Folge gewonnen – jedoch mit deutlichen Verlusten. Der 63-Jährige hatte den Wahlkreis 2013 noch mit knapp 54 Prozent für sich entschieden. Mit 36,7 Prozent fiel das Ergebnis in diesem Jahr knapper aus. Hier dem Bundesinnenminister landete AfD-Kandidat Carsten Hütter mit 31,0 Prozent auf Platz 2, Tilo Hellmann von der Partei Die Linke kam auf 12,7 Prozent der Stimmen. Ihm folgten Susann Rüthrich (SPD) mit 8,9 und Maximilian Schikore-Pätz (FDP) mit 5,3 Prozent. Für Grünen-Kandidat Volker Herold stimmten lediglich 3,3 Prozent der Wähler.

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Insgesamt machten im Wahlkreis Meißen 152987 Bürger von ihrem Wahlrecht gebrauch. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 76 Prozent. (SZ/mit dpa)

So hat Sachsen gewählt: Hier finden Sie nach Schließung der Wahllokale kontinuierlich die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 auf Ebene der sächsischen Kommunen.

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