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Görlitz

Spenden für Görlitzer Projekte

Katholiken in Deutschland unterstützen jedes Jahr das Bistum Görlitz. Jetzt steht fest, wofür das Geld verwendet wird.

Osterfeuer in der St. Jakobus Kathedrale. Bischof Wolfgang Ipolt spendet Feuer zum Anzünden der Kerzen bei einer Messe in Görlitz
Osterfeuer in der St. Jakobus Kathedrale. Bischof Wolfgang Ipolt spendet Feuer zum Anzünden der Kerzen bei einer Messe in Görlitz © Pawel Sosnowski

Sachsen ist mehrheitlich ein protestantisches Land. Und das ist gut so. Denn so gelten die im Landkreis Görlitz lebenden Katholiken als Mitglieder der Diaspora, also einer religiösen Minderheit und die katholische Kirche sieht sich in der Pflicht, diese besonders zu unterstützen.

Exakt 187.000 Euro spendete das Bonifatiuswerk, ein speziell für Diaspora-Regionen in Deutschland, Nordeuropa und im Baltikum zuständiges katholisches Hilfswerk, im vergangenen Jahr den Katholiken im Landkreis Görlitz.

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Davon wurden 68.000 Euro für die Kinder- und Jugendseelsorge verwendet und 119.000 Euro für Bauprojekte. So wurde das Kinderhaus "Zum Heiligen Schutzengel" auf der Johannes-Wüsten-Straße 22 in Görlitz saniert sowie der Kindergarten "Bennolino" auf der Bergstraße 26 in Spremberg und der Innenraum der Pfarrkirche St. Benno ebenfalls in Spremberg.

In diesem Jahr möchte das Bonifatiuswerk die Innensanierung der Pfarrkirchen in Hoyerswerda und Spremberg weiter vorantreiben. Außerdem ist der Um- und Ausbau des St. Wenzeslaus-Stiftes als Bildungshaus des Bistums Görlitz vorgesehen. Im Kinderhaus "Zum Heiligen Schutzengel" Görlitz soll ein neues Raumkonzept umgesetzt werden. Weiterhin steht die Sanierung des Referentenduschbereiches sowie die Renovierung der Flur- und Gruppenräume Jugendbildungsstätte Don-Bosco in Neuhausen/Spree an. Dafür steht nach Angaben von Raphael Schmidt vom Bistum Görlitz eine Fördersumme des Hilfswerkes von insgesamt 118.500 Euro bereit.

Weitere 65.000 Euro stünden für die Kinder- und Jugendseelsorge bereit, sagte Patrick Kleibold, Pressesprecher des in Paderborn ansässigen Bonifatiuswerkes, auf Anfrage der SZ. Davon sind 35.000 Euro für Kindertagesstätten vorgesehen.

Die Katholiken des Bistums spendeten im Gegenzug im vergangenen Jahr 18.500 Euro in Kollekten und Einzelspenden für die Diasporahilfe. Bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag wurden im Bistum Görlitz 8.000 Euro und bundesweit 2,2 Millionen Euro gesammelt. Erstkommunionskinder und Firmbewerber sammelten 1.350 Euro und 830 Euro für Kinder und Jugendliche in der Diaspora.

Das Bonifatiuswerk setzt sich zum Ziel, den missionarischen Auftrag der katholischen Kirche dort zu unterstützen, wo Katholiken in einem mehrheitlich glaubensfremden und zunehmend ungläubigen Umfeld leben. Gegründet wurde das Bonifatiuswerk im Jahr 1849 während des dritten Katholikentages in Regensburg.

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