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„So kann das nicht weitergehen“

Das Ergebnis ist deutlicher, als es der Spielverlauf aussagt – und doch wieder nicht. Patrick Ebert ist jedenfalls unzufrieden mit Dynamos Auftreten.

© Robert Michael

Patrick, wie wichtig war dieser 3:1-Sieg gegen Sandhausen, gerade nach den drei Unentschieden zuletzt und gerade zu Hause vor den eigenen Fans?

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Fußballprofi - ein Traum, der immer mit auf den Rasen läuft, wenn die Jüngsten zum Training oder Punktspiel antreten. Aber genügt dafür allein Talent? 

Es ist immer wichtig, zu Hause zu gewinnen. Aber ich habe eben schon zu Harti (er meint Kapitän Marco Hartmann) gesagt, dass ich es nicht verstehe, warum wir es jedes Mal so spannend machen müssen. Wir haben Sandhausen eigentlich das gesamte Spiel im Griff, doch dann verlieren wir den Faden oder ruhen uns aus. Das darf uns einfach nicht passieren.

Sie meinen vor allem das Auftreten nach der Pause?

Ja. Eigentlich müssen wir das Ding schon in der Halbzeit entscheiden, dann können wir in der zweiten Hälfte auf Konter spielen. So steht es zur Pause nur 2:1, und alles ist eng beieinander. Dann machen wir das 3:1 zu einem guten Zeitpunkt. Erst damit war die Gegenwehr von Sandhausen gebrochen – und wir haben den Vorsprung über die Zeit gebracht. Aber wir müssen souveräner auftreten, das passt mir noch nicht.

Mit einem Vorsprung umzugehen, ist tatsächlich nicht unbedingt Dynamos Spezialität. Zuletzt in Magdeburg wurde sogar eine 2:0-Führung noch verspielt. Was lässt sich dagegen tun?

Wir haben es in der Halbzeit noch einmal angesprochen, auch der Trainer hat noch einmal was dazu gesagt. Vielleicht müssen wir fünf Minuten eher aus der Kabine und uns auf dem Platz noch ein bisschen bewegen, dass wir von der 46. Minute an sofort hellwach sind. Daran müssen wir definitiv arbeiten. So kann das nicht weitergehen.

Am Ende bleibt erst einmal der Sieg verbunden mit der deutlichen Verbesserung in der Tabelle. Spielt das für Sie eine Rolle?

Na klar, wobei auch in der Tabelle immer alles eng beieinander liegt. Vorm Spiel waren wir auf dem elften Platz, danach Sechster. Wir müssen einfach von Spiel zu Spiel denken.

Okay, dann denken wir jetzt nur an das nächste Spiel: Am Samstag geht es zum Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln. Wie groß ist Ihre Vorfreude?

Das ist ganz sicher ein Knaller. Vorher müssen wir erst mal regenerieren und in der Trainingswoche gut arbeiten. Und dann fahren wir natürlich selbstbewusst dorthin und probieren, etwas Zählbares mitzunehmen. Das ist in jedem Spiel unser Ziel.

Notiert: Tino Meyer