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Garten

So kommt der Gartenteich durch die Hitze

Je wärmer das Wasser wird, desto mehr reduziert sich sein Sauerstoffgehalt. Doch es gibt Abhilfe.

Die Hitze kann einem Gartenteich ganz schön zusetzen. Doch es gibt Abhilfe.
Die Hitze kann einem Gartenteich ganz schön zusetzen. Doch es gibt Abhilfe. © Annett Kschieschan

Extreme Hitzeperioden und Unwetter mit Starkregen: Der Klimawandel macht sich in unseren Breitengraden immer stärker bemerkbar. Die Rekordtemperaturen deutlich jenseits der 30 Grad Celsius Marke belasten auch die heimischen Gartenteiche und ihre Bewohner. Deshalb ist gerade in der warmen Jahreszeit die richtige Pflege notwendig, damit die Klimakapriolen dem privaten Feuchtbiotop nichts anhaben können.

"Je wärmer das Wasser wird, desto mehr reduziert sich sein Sauerstoffgehalt. Zudem brauchen Fische in wärmerem Wasser mehr Luft zum Atmen. Es beginnt ein gefährlicher Teufelskreis", weiß Teichfachmann Dr. Uwe Kohler von Söchting Biotechnik. Abhilfe schaffen kleine Geräte wie Oxydatoren, die ganz ohne Stromzufuhr und Kabel arbeiten und in verschiedenen Größen für unterschiedliche Teichbecken erhältlich sind. Die Behälter sind mit einer speziellen Wasserstoffperoxidlösung befüllt, die ein Katalysator austreibt. An der Spezialkeramik des Geräts spaltet sich die chemische Verbindung in Wasser und aktivierten Sauerstoff auf. Dieser verteilt sich im feuchten Element schneller als seine gelöste Form und erreicht auch tiefe Bodenschichten des Gewässers.

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Für Kühle sorgen

"Bei weit mehr als 30 Grad Celsius können Teichfreunde auch die Fütterung ihrer Fische kurzzeitig einstellen, um die Qualität des Wassers durch eine zu große Nährstoffzufuhr nicht zusätzlich zu belasten. Es ist weiterhin ratsam, Bachläufe abzuschalten, da sich darin das Wasser ebenfalls stark erwärmt. Belüftungen, Pumpen oder Fontänen aber tragen zur Wasserbewegung, zum Gasaustausch und damit zum Sauerstoffeintrag bei", erklärt Experte Dr. Kohler. Insgesamt sollte das Biotop in der heimischen Grünoase nur vier bis sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag abbekommen und nicht zu dicht mit Fischen besiedelt sein. Diese Grundregeln sollten Gartenbesitzer schon bei der Anlage des Teichs berücksichtigen.

 Schwimmblattpflanzen halten das Wasser ebenfalls kühl, jedoch dürfen sie nicht mehr als ein Drittel der Teichoberfläche bedecken, um noch eine ausreichende Bewegung des Wassers zu gewährleisten. Nicht nur Hitze kann die Wasserqualität trüben, sondern auch anhaltender ergiebiger Starkregen. Er kann die Wasserwerte durch die Verdünnung ins Ungleichgewicht bringen. Vor allem die Karbonathärte muss dabei regelmäßig gemessen werden. (djd)

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