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So lief die Schülerdemo in Dresden

Wieder sind Kinder und Jugendliche den Klimaschutz auf die Straße gegangen. Zwar deutlich weniger als zuletzt, aber sie wollen weitermachen.

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Schüler haben sich am Freitag vor dem Landtag in Dresden versammelt.
Schüler haben sich am Freitag vor dem Landtag in Dresden versammelt. © Sandro Rahrisch

Wir schwänzen nicht, wir kämpfen. Mit dieser Botschaft hat am Freitagnachmittag der vierte Schülerstreik für einen besseren Klimaschutz begonnen. Schätzungsweise 300 bis 400 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Demonstration, die vorm Landtag startete, zum Rathaus und wieder zurück zum Landtag führte. Insgesamt waren es aber deutlich weniger Teilnehmer als noch vor zwei Wochen, als sich weit mehr als 2 000 Schüler für die weltweite Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ versammelten. Angeschlossen haben sich diesmal auch Schüler aus Chemnitz sowie Erwachsene. Im Bereich der Demo, zum Beispiel am Ostraufer, bildeten sich lange Staus. „Nie zuvor gab es eine größere Bürgerbewegung, und trotzdem passiert nichts“, rief die Schülerin Mathilda zu der Menge. Immer noch würden Menschen behaupten, der Klimawandel sei nicht von den Menschen gemacht und die Schüler sollten lieber zur Schule gehen. „Wir wollen nicht zusehen, wie unsere Welt sprichwörtlich den Bach heruntergeht.“

Das eindringlichste Ziel der Bewegung ist es, dass sich alle Länder der Erde an das Pariser Klimaschutzabkommen halten. So waren Plakate zu sehen mit den Worten „Zwei Grad mehr und wir schwimmen hin und her.“ Vorwürfe machte der Dresdner Fridays for Future-Organisator Kevin Bauch vor allem der CDU in der Landesregierung. Diese wolle keinen richtigen Klimaschutz machen, sagte er. „Wir werden alles, was unsere Zukunft gefährdet, anprangern – egal, von welcher Partei das kommt.“

Kritisch werden die Demos unter anderem vom Landesamt für Schule und Bildung gesehen, da sie teils während des Unterrichts stattfinden. Demos seien kein Freistellungsgrund, heißt es. In Dresden war es am Freitag die vierte Demonstration der Bewegung. In den kommenden Monaten sollen weitere stattfinden, hieß es von den Organisatoren.


Demonstrieren während der Schulzeit?

Ist Schwänzen für den Klimaschutz okay? Darüber diskutieren Ex-Kultusminister Frank Haubitz und Demo-Mitorganisator Tom Leukert im nächsten SZ-Podcast. Fragen und Meinungen zum Thema können vorab per Mail an [email protected] geschickt werden.