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Kamenz

So schön ist der Blick auf Ohorn

Die Aussicht können Besucher am Wahltag zur Vereinsmeile erleben. Die hat noch viel mehr zu bieten und rückt das Dorfleben in den Fokus.

Ein Blick vom Türmchen des Kirchlehns in Ohorn ins Land lohnt sich. Am Sonntag zur Vereinsmeile wird der Aufstieg möglich sein und noch vieles mehr an fünf Stationen in der Gemeinde.
Ein Blick vom Türmchen des Kirchlehns in Ohorn ins Land lohnt sich. Am Sonntag zur Vereinsmeile wird der Aufstieg möglich sein und noch vieles mehr an fünf Stationen in der Gemeinde. © René Plaul

Ohorn. Der Blick vom Türmchen des Ohorner Kirchlehns über die Gemeinde und die Westlausitz ist fantastisch. Den können Besucher am kommenden Wahlsonntag genießen. Über eine Holzstiege führt der Weg vom Dachboden zur Aussicht, unten erwartet das Hofcafé seine Gäste, sagt Jeanette Putzke von der Interessengemeinschaft Kirchlehn Ohorn. Die gehört mit zu den Organisatoren der Ohorner Vereinsmeile am 1. September. Eine Neuheit. Erlebnisorte sind neben dem Kirchlehn, die Gartenanlage, der Sportplatz an der Turnhalle, die Grundschule bzw. der Jugendklub und das Rathaus. Jeder Verein habe die Möglichkeit mitzumachen. Die Idee sei beim Ohorner Vereinsstammtisch entstanden. Jeanette Putzke: „Am Stammtisch tauschen wir uns aus. Alle haben Nachwuchsprobleme. So ist aus dem Gespräch die Idee entstanden, uns zu präsentieren.“ Potenzial für neue Mitglieder gebe es auf jeden Fall. In den vergangenen fünf Jahren habe es eine rege Bautätigkeit gegeben. In der Zeitspanne zogen 59 Familien nach Ohorn – bauten neu oder um. Dazu kommen rund 20 Ohorner, die zum Teil Familien gründeten, alten Wohnraum sanierten oder neuen schufen.

Die Vereinsmeile soll nun zeigen, was Ohorn zu bieten hat. Da sei es gar nicht nötig, weit zu fahren, wirbt Jeanette Putzke. Außerdem gebe es in Ohorn ja nicht nur Eigenheimbesitzer, sondern auch Mietshäuser. Für die Bewohner ohne eigenes Grundstück kann der Kleingartenverein eine Alternative sein. Der Wahltag wurde bewusst für die Meile ausgewählt. Beide Ereignisse können sich gut gegenseitig ergänzen. So wird der Spaziergang zum Wahllokal diesmal nicht langweilig, sondern zur Erlebnismeile. Nicht nur rein informativ, verspricht Jeanette Putzke, sondern auch kulinarisch und kulturell.

Leben und Genuss

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Im Lehngut erwartet die Besucher zum Beispiel Tanz und Musik. Dort stellen sich auch die Obstbaufreunde vor. Am Sportplatz an der Turnhalle treten die Tanzmäuse auf und die Jugendfeuerwehr zeigt ihr Können. Die Sportler organisieren einen Geschicklichkeitsparcours. Von den Rassetierzüchtern über das DRK bis zum Jugendclub sind die Vereine an fünf Stationen in Aktion. Es werde ein buntes Bukett von Angeboten zum Mitmachen geben – für Erwachsene wie Kinder, um ohne Berührungsängste mal zu schnuppern, so Jeanette Putzke. Um mit den Handballern oder Kleingärtnern zu schwatzen und die Vielseitigkeit zu erleben. Aber auch zu sehen: „Dorfleben macht sich nicht von selbst. Es funktioniert nur, wenn es viele mitgestalten.“ So unterstützt auch der Gemeinderat die Aktion – weil die Vereine für die Dorfgemeinschaft wichtig sind. „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“, zitiert Jeanette Putzke den Schriftsteller Guy de Maupassant: Im Verein und auch am Sonntag beim Spaziergang über die Vereinsmeile.

Stationen von 13 – 17 Uhr: Rathaus (IG Gickelsberg, IG Weihnachtsmarkt, Naturbad Buschmühle); Kleingartenanlage; Grundschule/Jugendclub schon ab 10 Uhr (Jugendklub, DRK Ohorn, Rassekaninchen-/Geflügelzüchter, Imker); Sportplatz/Turnhalle Poststraße (Sportverein TSV 1865/Freiwillige Feuerwehr); Kirchlehn (IG Ohorn, IG Obstbau)