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Zittau

So ging's beim Bürgerentscheid aus

Soll sich Zittau als Europäische Kulturhauptstadt 2025 bewerben oder nicht? Das endgültige Ergebnis wurde in der Nacht zum Montag bekannt gegeben.

Das Logo zur Kulturhauptstadt.
Das Logo zur Kulturhauptstadt. © Matthias Weber

Darf sich die Stadt Zittau stellvertretend für die Dreiländerregion Oberlausitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 bewerben? Darüber haben die Einwohner am 26. Mai abgestimmt. Nach der Auszählung von 17 der 19 Wahlbezirke ist das Ergebnis eindeutig.

Das Zwischenergebnis (Stand: 01:00 Uhr):

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Ja sagen 74,2 Prozent (8.870 Stimmen)

Nein sagen 25,8 Prozent (3.087 Stimmen)

Die Wahlbeteiligung liegt bei 56,7 Prozent.

Damit sind die 5.500 Stimmen erreicht, damit der Bürgerentscheid auch rechtlich bindend. Und damit ist auch jetzt schon klar, dass die Zittauer für die Kulturhauptstadt-Bewerbung sind, denn groß ändern wird sich das Ergebnis wohl nicht mehr. "So eine hohe Zustimmung habe ich nicht erwartet", sagt Kai Grebasch von der Stadtverwaltung sichtlich gerührt.

Mit ihm verfolgen das Ergebnis auf der Leinwand, die im 1. Obergeschoss des Rathauses aufgebaut ist. Als es erstmals zu sehen war, applaudierten die Zuschauer. 

Doch bei aller Freude über das Ergebnis hat Grebasch gerade keine Vorstellung, wie die Sache laufen soll: Einerseits bewirbt sich Zittau als Kulturhauptstadt, andererseits stellt die AfD die stärkste Fraktion im Stadtrat. "Aber vielleicht wird es doch noch anders." 

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Später äußert sich auch Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm): "Das Ergebnis ist rechtlich bindend und ein unglaublich eindeutiges Votum", sagte er. Das Team habe eine hervorragende Arbeit geleistet. "Die Zittauer haben die Chance erkannt." Er hoffe,  dass sich dem auch die neu gewählten Stadträten der AfD nicht verschließen.

Parallel läuft die Auszählung zur Kreistags- und Stadtratswahl. Dort führt die AfD derzeit, die bisher über ein Viertel der Stimmen erhalten hat.

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