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Sooo viel Zeit

365 Tage - so verbringen die Deutschen das Jahr. 

Foto: Adina Voicu / Rum
Foto: Adina Voicu / Rum

24 Stunden stehen jedem Deutschen täglich zur Verfügung. Was der Bundesbürger mit seiner Zeit anstellt, das hat das Familienministerium brennend interessiert. Und so wurde eine Datenerhebung in Auftrag gegeben, wofür die Deutschen ihre Zeit verwenden. Allzu große Überraschung hält die teure Erhebung des Ministeriums nicht bereit - hier sind die Top 5 der Zeitfresser.

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Mehr Schlaf als Arbeit

Tatsächlich verbringt der durchschnittliche Deutsche die meiste Zeit des Tages beziehungsweise des Jahres in der Waagerechten. 8,2 Stunden pro Tag werden geruht und sich vom Alltag erholt. Die anstrengende Arbeit, Partner und Kinder oder die Hausarbeit machen müde. Europaweit schlafen nur die Franzosen deutlich länger als die Deutschen.

Schlafen gehört zum größten Zeitfresser. Rund 24 Jahre und 4 Monate seines Lebens verschläft der Deutsche. Auf das Jahr gerechnet sind das mehr als 2400 Stunden, die wie im Schlaf vergehen.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Ein weiteres Drittel des Tages investiert der Bundesbürger in die Arbeit. Knapp acht Stunden pro Tag nimmt bezahlte und unbezahlte Arbeit in Anspruch. Das entspricht immerhin rund 1600 bezahlte Arbeitsstunden pro Jahr. Bei so viel Arbeit ist es wenig verwunderlich, das der Urlaub als die schönste Zeit des Jahres bezeichnet wird.

Im europaweiten Vergleich liegen die Deutschen mit ihrer täglichen Arbeitszeit nur im Mittelfeld. Zwar wird in den skandinavischen Ländern noch weniger gearbeitet, in Südeuropa jedoch deutlich mehr. Ausgerechnet die Griechen, seit Jahren von der Pleite bedroht, arbeiten über 300 Stunden mehr pro Jahr.

Fernsehen und Radio

Im Zeitalter des Internets schenkt der Deutsche den „altmodischen“ Medien Fernsehen und Radio weiterhin viel Freizeit. Bis zu drei Stunden pro Tag werden vor der Röhre oder dem Radio verbracht. Das entspricht immerhin zwölf Lebensjahren. Die Fernsehgewohnheiten indes haben sich deutlich verändert. Es gibt viel mehr Programme und Auswahl. Je älter der Deutsche ist, umso mehr Zeit investiert er zudem für das Medium. Jüngere Generationen nutzen immer häufiger Smartphone und Computer zum Anschauen von Filmen und Serien.

Das leibliche Wohl

Ganze 21 Tage eines Jahres verbringt der Deutsche mit der Nahrungsaufnahme. Das klingt nach viel Zeit, ist jedoch deutlich weniger als noch vor einigen Jahren. Im stressigen Alltag wird vollwertige Kost immer häufiger durch Fast Food ersetzt.

Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich drastisch, was nicht zwingend ein Vorteil ist. Ohne ausreichend Sport und Bewegung in der Freizeit führen die veränderten Essgewohnheiten immer häufiger zu körperlichen Beschwerden. Ein wenig körperliche Betätigung schadet da absolut nicht. Auf Grund der motorunterstützten Fahrradentwicklungen wird nun auch dem Bewegungsmuffel das Fahrradfahren leicht gemacht, die Mitgliedschaft im Fitnessstudio inzwischen recht erschwinglich.

Das bisschen Haushalt

Bei all der Arbeit und dem Schlaf bleibt noch ausreichend Zeit für die Hausarbeit. Singles und Senioren verbringen deutlich weniger Zeit mit dem Haushalt als Paare und Familien. Der Zeitaufwand bei diesen Personengruppen ist jedoch sehr unterschiedlich.

Statistisch gesehen verbringen die Deutschen ähnlich viel Zeit mit der Hausarbeit wie mit dem Essen. Knapp 90 Minuten pro Tag wird für Abwaschen, Staub wischen und saugen aufgewendet. Viele Tätigkeiten können heute deutlich einfacher erledigt werden als noch von Generationen unserer Großeltern. So ist beispielsweise das Reinigen der Böden viel bequemer geworden, als noch vor etwa 100 Jahren, wo man sich gut einen halben Tag mit dem Reinigen allein nur der Böden eines Hauses beschäftigen konnte, wo man heutzutage unter anderem mit staubsaugen allein schon die Böden in kürzester Zeit gesäubert bekommt, denn diese Geräte sind inzwischen kleine Alleskönner, die sogar die Böden wischen, Gardinen waschen können und wer es ganz ohne Zeitaufwand besorgt haben möchte, der greift auf die Roboterstaubsaugergeneration zurück und landet damit bei einem Reinigungszeitaufwand von 0 Std., nicht einmal entleeren oder laden muss man die elektronischen Mitbewohner noch, selbst das erledigen sie schon ganz von allein. Auf das Wäschewaschen oder das Geschirrspülen muss man in diesem Kontext eigentlich gar nicht mehr eingehen, denn die Anzahl derjenigen, die Ihre Wäsche oder das Geschirr noch zeitaufwändig mit Hand waschen, wird wohl im unteren einstelligen Prozentbereich liegen.

*Die Redaktion der Sächsischen Zeitung ist für den Inhalt des Artikels nicht verantwortlich.