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Radebeul

So viele Einsätze wie nie

Die Weinböhlaer Feuerwehr musste im vergangenen Jahr 152-mal ausrücken.

Hier trainiert die Weinböhlaer Feuerwehr eine Personenrettung aus einem Zug. Sie musste im Jahr 2019 aber auch häufig zu ernsthaften Einsätzen ausrücken.
Hier trainiert die Weinböhlaer Feuerwehr eine Personenrettung aus einem Zug. Sie musste im Jahr 2019 aber auch häufig zu ernsthaften Einsätzen ausrücken. © Peggy Zill

Weinböhla. Diese Zahl ist die höchste seit Bestehen der Feuerwehr, sagt Eckhard Häßler zur Jahreshauptversammlung. 152-mal mussten die Mitglieder 2019 ausrücken, 18-mal mehr als im Vorjahr. Davon 64-mal zu Bränden, 79-mal leisteten sie Hilfe nach Stürmen, mussten Türen öffnen oder dem Rettungsdienst beim Tragen von Patienten helfen. Fehlalarme von Brandmeldeanlagen gab es insgesamt zwölf. Damit leisteten die aktiven Kameraden während der Einsätze 2.600 Stunden.

Zu den größten Einsätzen gehören eine Sturmnacht von Mitte März, der Brand eines Einfamilienhauses an der Marienstraße im Mai, der Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag auf dem Schreinickenweg. Acht Einsätze gab es nach Starkregen im Juli, und bei der Explosion eines Hauses in Steinbach halfen die Weinböhlaer den Kameraden im Nachbarort.

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Insgesamt gehören 105 Männer und Frauen sowie Kinder zur Mannschaft. Davon zählen 60 Kameraden zur aktiven Wehr. Über Nachwuchsmangel können sich die Weinböhlaer nicht beschweren. Vier Jugendliche wurden in diesem Jahr von der Jugendfeuerwehr übernommen. Für die Bambinis (ab sechs Jahre) und die Jugendfeuerwehr gibt es lange Wartelisten. Insgesamt leisteten die Kameraden 2.400 Ausbildungsstunden. Nur einen Kritikpunkt nannte Eckhard Häßler: Zum Dienst erscheinen im Durchschnitt 30 Kameraden. Das seien zu wenig.

Im November konnte die Wehr ihren neuen Mannschaftstransportwagen in Empfang nehmen. Außerdem gab es neue Helme, Stiefel und Handschuhe für alle. Mit solchen großen Investitionen ist in diesem Jahr nicht zu rechnen, so Häßler. Allerdings sollen eine Wärmebildkamera und ein mobiler Löschwasserbehälter angeschafft werden, um bei Waldbränden besser ausgerüstet zu sein. Zu solchen mussten die Weinböhlaer im vergangenen Jahr sechsmal ausrücken.