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Dippoldiswalde
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So will Altenberg Hortplätze schaffen

Die Kapazitäten reichen nicht mehr. Was die Stadt jetzt vorhat, um den Eltern zu helfen.

Von Mandy Schaks
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Hortplätze für Bärensteiner Kinder fehlen, obgleich deren Hort an der Grundschule Lauenstein kürzlich saniert und erweitert wurde.
Hortplätze für Bärensteiner Kinder fehlen, obgleich deren Hort an der Grundschule Lauenstein kürzlich saniert und erweitert wurde. © Egbert Kamprath

Die Nachfrage nach Kinderkrippe, -garten und Hort im Gemeindegebiet Altenberg ist sprunghaft gestiegen. 548 Mädchen und Jungen gehen aktuell in die neun Kindereinrichtungen und damit knapp 100 mehr als noch vor einem Jahr. Wie jetzt bekannt wurde, fehlen vor allem Hortplätze für Bärensteiner Kinder, obgleich gerade erst deren Hort an der Grundschule Lauenstein saniert und erweitert wurde. Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler), der sich den sprunghaften Anstieg noch nicht erklären kann, will jetzt verlässliche Zahlen. Dass es aber Probleme gibt, ist unstrittig. Er verfolgt jetzt drei Lösungsansätze.

Variante I: Kinder werden umgelenkt

Die Stadtverwaltung analysiert jetzt Bedarf und Kapazitäten an Betreuungsplätzen. Sollte sich herausstellen, dass nur punktuell und zeitlich begrenzt Hortplätze fehlen, wird geprüft, ob intern das Defizit ausgeglichen werden kann, so Kirsten. Sind in einem anderen Schulhort Plätze frei, könnten diese Reserven genutzt werden. Vorausgesetzt, den Eltern werden dabei nicht unzumutbare Fahrtwege aufgebürdet.

Variante II: Hort bleibt in Bärenstein

Eigentlich sollten die Bärensteiner Kinder nur während der Bauzeit in Lauenstein in der ehemaligen Ortsverwaltung im Ort den Hort besuchen. Für diese Interimslösung gibt es eine Betriebserlaubnis, die aber demnächst erlischt. Wenn die Plätze im Lauensteiner Hort tatsächlich mittelfristig nicht ausreichen, könnte Kirsten zufolge der Hort hier dauerhaft betrieben werden. Dafür müsste noch eine Rettungstreppe fest installiert werden. Der Vorteil: Könnte ein weiterer Raum mit genutzt werden, der jetzt dem Heimat- und Fremdenverkehrsverein als Depot zur Verfügung steht, könnten alle Kinder untergebracht werden. Kindergarten, -krippe und Hort wären zentral beieinander, Spielplatz und Turnraum in unmittelbarer Nähe.

Variante III: Neue Einrichtung nötig

Die ortsansässige Firma Herbrig & Co. GmbH hat die frühere Mittelschule in Bärenstein gekauft. Inhaber Christoph Herbrig versucht, das Gebäude mit Leben zu füllen. Vorstellbar wäre, dort eine Etage zu mieten und Kita sowie Hort unterzubringen. Herbrig habe grundsätzliche große Bereitschaft signalisiert, so Kirsten. Allerdings sei es für eine Kommune schwer möglich, in fremdes Eigentum zu investieren.

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