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Sogar die Fräse kommt zum Einsatz

Der Räumdienst benötigte teilweise Spezialfahrzeuge. Vor allem Gemeindestraßen mussten wegen Verwehungen voll gesperrt werden.

© privat

Von Sylvia Jentzsch

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Region Döbeln. In vielen Orten mussten am Wochenende wegen der starken Verwehungen Straßen gesperrt werden. Manche waren schwierig zu passieren – zum Ärger der Autofahrer. „Doch die Männer, die im Winterdienst im Einsatz waren, haben ihr Bestes gegeben, waren teilweise in Schichten rund um die Uhr im Einsatz und trotzdem den Schneegewalten teilweise nicht gewachsen“, so Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

Der Winterdienst des Landkreises mit den sechs Straßenmeistereien hat auf den Bundes-, Staats- und Kreisstraßen seit Sonnabend 693 Tonnen Salz gestreut. Es waren täglich mehr als 20 eigene und 23 gebundene Fremdfahrzeuge im Einsatz. Das teilte Cornelia Kluge, Sprecherin des Landratsamtes Mittelsachsen, auf Anfrage des DA mit. Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien seien in den zurückliegenden Tagen im Dauereinsatz gewesen. „Die Döbelner war rund um die Uhr im Einsatz. Der Bereich umfasst ein Straßennetz von 314 Kilometern. Es kam noch zusätzliche Technik zum Einsatz, wie Radlader und Traktoren“, so Cornelia Kluge. Die Mitarbeiter des Ostrauer Bauhofes und die von der Gemeinde für den Winterdienst verpflichteten Firmen waren am Wochenende und auch ab dem Montagmorgen fast rund um die Uhr im Einsatz. „Es wurde in Schichten gefahren. Doch die Mitarbeiter müssen auch ihre Ruhezeiten einhalten“, sagte Dirk Schilling. Trotz des Einsatzes konnte nicht verhindert werden, dass es aufgrund der extremen Verwehungen immer wieder Ortsteile gab, die nicht oder nur schwer erreichbar waren. „In Zschochau kam zum Beispiel der Radlader zum Einsatz, weil einige abgelegene Güter sozusagen von der Außenwelt abgeschnitten waren“, sagte Schilling. Es sei auch sehr schwierig gewesen, die Straßen nach Schlagwitz, Rittmitz und Kiebitz befahrbar zu halten. „Die Umleitungsstraße in Kiebitz nach Jeßnitz mussten wir ganz aufgeben. Doch das bedeutete nicht, dass die Bürger abgeschnitten waren“, so Schilling. Zusätzlich halfen auch Landwirte mit ihrer schweren Technik beim Beräumen. „Mir liegen zurzeit keine Beschwerden von den Bürgern vor. Ich denke, viele sehen ein, dass der Winterdienst nicht überall sein kann“, sagte Ostraus Bürgermeister.

„Manchmal ist es den Leuten schwer rüberzubringen, warum nicht alle Straßen auf einmal und rund um die Uhr geräumt werden“, sagte Ronald Fischer, Bauamtsleiter der Stadt Hartha. Seit Freitagmorgen 4 Uhr seien die Mitarbeiter des Bauhofes mit der verfügbaren Technik im Einsatz gewesen. „Nach zehn bis zwölf Stunden müssen sie auch eine Ruhepause haben, damit nichts passiert“, so Fischer. An manchen Stellen habe dann auch nur noch der Einsatz der Fräse des Fuhrbetriebes von Klaus Dähne geholfen. Manche Gemeindestraßen wie die nach Wallbach, Diedenhain, Schönerstädt und Seifersdorf mussten ganz gesperrt werden. Seit Montag sind wieder alle befahrbar, so Fischer.

Der städtische Bauhof Döbeln, einschließlich der Außenstellen in Mochau und Ziegra, war das gesamte Wochenende über mit 15 Personen und der gesamten Technik im Einsatz, teilte Stadtsprecher Thomas Mettcher auf Anfrage des DA mit. Besonders auf den Straßen zwischen den Ortsteilen seien ständig Schneeverwehungen zu beseitigen gewesen. In einigen Abschnitten wurden auch Radlader eingesetzt. „Beräumte Bereiche waren mitunter innerhalb von zwei Stunden wieder komplett zugeweht. Schwerpunktbereiche waren zum Beispiel Mannsdorf, Präbschütz, Großsteinbach, Bormitz, Miera und die Verbindung von Gärtitz zum Roten Kreuz“, sagte Mettcher. Die Verbindungsstraße von Zschäschütz zu den Schickenhäusern musste am Wochenende gesperrt werden. Auf einer Länge von etwa 200 Metern türmten sich dort immer wieder Schneeverwehungen auf. Im Laufe des Montagvormittags wurde der Abschnitt beräumt.