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Soljanka und Solidarität

Feuerwehrhäuser sollen als Notfallzentren eine wichtige Funktion bei längeren Stromausfällen übernehmen. SZ-Redakteur Peter Anderson über die Folgen eines Blackouts.

© Claudia Hübschmann

Hülsenfrüchte, Volleipulver, Kurbelradios und Campingkocher empfehlen die Katastrophenschützer als Vorrat und Hilfsmittel für den Notfall. Wer Zeit, Nerven und Platz besitzt, um einen solchen Proviant für einen kapitalen Stromausfall anzulegen, sollte dies tun. Je größere private Reserven existieren, umso leichter können während der ersten Zeit eines Blackouts jene aus staatlichen Lagern unterstützt werden, die sich nicht selbst helfen können.

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Dabei wäre es falsch, sich der Illusion hinzugeben, eine wirkliche Katastrophe sei mit ausgefeilten Notfallplänen beherrschbar. Schon wenige Tage ohne Strom würden in Sachsen das bisher gewohnte Leben zusammenbrechen lassen. Probleme dürften auftauchen, die bislang noch nicht einmal von den komplexesten Plänen erfasst sind.

Wir wollen uns nicht wünschen, dass dieser Fall eintritt. Neben Konserven mit nahrhafter Soljanka wird es dann vor allem auf Solidarität ankommen. Nur gemeinschaftlich werden sich Lösungen für die alltäglichen Schwierigkeiten wie fehlenden Kraftstoff, sich stauendes Abwasser und sich stapelnden Müll finden lassen. Das Ausleben einer Ellenbogen-Mentalität würde dagegen eine Untergangsspirale in Gang setzen.

E-Mail an Peter Anderson.