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Große Spende für altes Grab

Das Grab des einstigen Possendorfers Karl Friedrich Sommerschuh konnte restauriert werden - dank eines glücklichen Zufalls.

Von Verena Schulenburg
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Dank der Tagebuch-Schenkung konnten Kirchvorsteher Peter Behrendt und Ortschronistin Ingeborg Schicht das alte Grab in Possendorf identifizieren. Der Schenker überwies nun sogar eine Spende für ein weiteres Grab.
Dank der Tagebuch-Schenkung konnten Kirchvorsteher Peter Behrendt und Ortschronistin Ingeborg Schicht das alte Grab in Possendorf identifizieren. Der Schenker überwies nun sogar eine Spende für ein weiteres Grab. © Egbert Kamprath

Das alte Grabmal des einstigen Gemeindevorstehers Karl Friedrich Sommerschuh, das sich direkt neben der Possendorfer Kirche befindet, konnte nun restauriert werden. Möglich wurde das Dank einer Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Dass die Kirchgemeinde in Possendorf überhaupt zu dieser Finanzspritze für das Grab des berühmten Possendorfers kommen konnte, ist aber nicht nur dem großzügigen Spender zu verdanken, sondern auch einem glücklichen Umstand. 

Peter Hupe heißt der Mann, der für die Finanzspritze verantwortlich ist. Der 87-Jährige wohnt in Baden-Württemberg und ist ein Urenkel des 1837 in Theisewitz geborenen Karl Friedrich Sommerschuh. Der Sohn eines Pretzschendorfers, von Beruf Maler, war in diesem Jahr bei Peter Hupe tätig.

Während der Arbeit kamen die Männer ins Gespräch miteinander. Hupe erzählt von seiner Verbundenheit zu Possendorf und gab dem jungen Maler ein altes Schriftstück mit. Es war das Tagebuch seines Urgroßvaters Karl Friedrich Sommerschuh, der hier zu Lebzeiten Notizen machte und Zeitungsausschnitte hineinklebte.

Hupe schenkte der Possendorfer Kirchgemeinde die historisch wertvolle Schrift und erfuhr in diesem Zusammenhang von dem Zustand des Grabes seines Urgroßvaters. Peter Hupe überwies daraufhin der Kirchgemeinde besagte 1.000 Euro.

Der Feuerwehrverein Possendorf unterstützte diese Spende und tat weitere 200 Euro dazu. Mit der Summe konnte nun das alte Grab nicht nur von Wildwuchs befreit werden. Die Inschrift auf der Grabtafel wurde neu vergoldet und die Grabstelle selbst neu bepflanzt. 

Ziel der Kirchgemeinde Possendorf ist es nun, auch das stark verwitterte Grab wieder herzurichten, welches der Schwester und den Eltern von Karl Friedrich Sommerschuh gilt. Viele Jahre war dem Kirchenvorstand nicht klar, wessen Grab dies eigentlich ist, dass hier unmittelbar am Weg zur Kirche steht.

Die Inschrift ist schon lange nicht mehr zu entziffern. Bisher wies auch kein Dokument darauf hin - bis die Buchschenkung aus Baden-Württemberg die Possendorfer erreichte. In dem alten Tagebuch Sommerschuhs ist das Grab abgebildet, noch in einem wesentlich besseren und leserlichen Zustand.

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