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Dippoldiswalde

Sonderkonzert im Park und im Saal

Parksaal, der Name des Dippser Kulturzentrums, bekommt in Corona-Zeiten eine neue Bedeutung als eine Spielstätte auf der Bühne und im Freien.

Helmut Branny, der künstlerische Leiter der Meisterinterpretenreihe in Dippoldiswalde, bringt mit Musikerkollegen am Sonntag Mozart und Beethoven zugleich auf die Bühne, in den Park und ins Internet.
Helmut Branny, der künstlerische Leiter der Meisterinterpretenreihe in Dippoldiswalde, bringt mit Musikerkollegen am Sonntag Mozart und Beethoven zugleich auf die Bühne, in den Park und ins Internet. © Egbert Kamprath

Dippoldiswalde ist diesen Sonntag Vorreiter mit einem besonderen Konzert. Hier wird ein Live-Konzert konform zu den Regeln der Corona-Vorbeugung geboten. Helmut Branny, der künstlerische Leiter der Meisterinterpreten-Reihe, organisiert es zusammen mit dem Kulturzentrum Parksäle. Der Pianist Peter Rösel tritt mit den Dresdner Kapellsolisten auf. Sie spielen in gebührendem Abstand voneinander auf der Bühne im großen Parksaal, dessen Zuschauerreihen allerdings leer bleiben. 

Aber unter dem Titel „Classic to go – Musik im Park zum Mithören“ wird die Veranstaltung dreifach live übertragen. Erstens wird sie im Park direkt vor dem Kulturzentrum zu hören sein, zweitens auch im Clemens-Holzschuh-Park auf der anderen Seite der Straße und drittens soll sie direkt im Internet übermittelt. Dazu wird es auf der Webseite des Kulturzentrums einen Link geben www.parksaele.de.

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Entscheidung ist kurzfristig gefallen

„Wir haben gerade am Donnerstagnachmittag noch einmal geübt bei mir zu Hause und werden das auch am Sonnabend vor dem Termin noch einmal tun“, sagt Helmut Branny. Er hatte die Idee zu dem Konzert in Saal, Internet und Park zusammen mit Angela Meisegeier vom Kulturzentrum entwickelt. Es gab lange Zeit noch Unsicherheit, ob angesichts der Vorsichtsmaßnahmen während der Corona-Pandemie eine solche Veranstaltung möglich ist. Die Entscheidung dafür ist erst am Mittwoch gefallen. Das Konzert ist zwar kurzfristig angesetzt worden. Aber es gehört doch in die Meisterinterpretenreihe. Bewusst ist der Termin auf den Zeitpunkt gelegt worden, zu dem traditionell die Musiker der Reihe auf die Bühne treten: Sonntag, 16 Uhr.

Branny und die Kapellsolisten haben in den letzten Wochen zwar schon mehrere Konzerte ohne Publikum gespielt. Die wurden jedoch nur aufgezeichnet und nicht live übertragen, erst recht nicht unmittelbar vor den Veranstaltungsort. Es wird also für alle Beteiligten eine Premiere sein.

Eigener Stuhl und Schirm sind zu empfehlen

Auf dem Programm stehen die Salzburger Sinfonie D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart sowie das vierte Klavierkonzert in G-Dur von Ludwig van Beethoven. Es spielen Peter Rösel am Klavier, Susanne Branny und Jörg Kettmann (Violine), Stephan Pätzold (Viola), Andreas Priebst (Violoncello) und Helmut Branny (Kontrabass).

Der Park und der Saal werden dabei ein gemeinsamer Veranstaltungsort. Der Begriff „Parksaal“ wird dabei mit neuem Leben erfüllt. Wer zuhören will im Park vor dem Kulturzentrum, muss dabei aber die Abstandsregeln einhalten. Auf die vorhandenen Bänke dürfen sich höchstens zwei Menschen setzen. Wer längere Zeit bleiben will, sollte sich also selbst einen Klappstuhl oder eine Decke mitbringen. Ein Regenschirm ist auch empfehlenswert. Der Wetterbericht kündigt Schauer an.

Das Konzert in Park und Saal ist am Sonntag, um 16 Uhr, live vor dem Kulturzentrum Parksäle, Dr. Friedrich-Straße 2, in Dipps zu hören und im Internet über www.parksaele.de

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