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Dresden

Sondersitzung war teuer und kurz

Stadträte tagten nach der Kommunalwahl in der Messe und beendeten die Sitzung vorzeitig. Günstig war das nicht. 

© Tobias Ritz

Sie fand einen Tag nach der Europa-, Stadtrats- und Stadtbezirksbeiratswahl statt und kostet fast 7.000 Euro, die Sondersitzung des Stadtrates am 27. Mai dieses Jahres. Weil für die kurzfristig anberaumte Sitzung die Säle im Rathaus nicht nutzbar, da besetzt, waren, musste ein anderer Tagungsort gefunden werden. 

Die Anmietung des Veranstaltungsraumes in der Messe Dresden im Ostragehege kostete genau 6.988,70 Euro, wie Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf eine Anfrage von AfD-Stadtrat Stefan Vogel mitteilte. Richtig ausgenutzt haben die Stadträte ihre ungewohnte Tagungsstätte aber nicht. Weil sich die Auswertung der Kommunalwahlergebnisse bis weit in die Nacht hineingezogen hatte, waren viele Räte müde und erschöpft. 

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Ein Antrag auf vorzeitige Beendigung der Sitzung fand deshalb eine große Mehrheit. Die Tagung, die 16 Uhr begann, wurde gegen 19 Uhr beendet. Linken-Fraktionschef André Schollbach rügte dies sofort, da man viel Geld für die Messe bezahle. (SZ/kh)