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Sorben-Ensemble sucht neuen Intendanten

Die sorbische Einrichtung steht unter massiven Sparzwängen. Mit einer neuen Führung soll das Problem gelöst werden. Für den Chefposten gibt es fünf Bewerber.

Bautzen. Um den Posten des Intendanten beim Sorbischen National-Ensemble in Bautzen konkurrieren fünf Kandidaten. Zu den Bewerbern für die Ausschreibung gehört auch die amtierende Chefin des Drei-Sparten-Hauses, Milena Vettraino. Ihr bisheriger Vertrag laufe Ende Juli 2014 aus, sagte der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk, Marko Suchy. Die Kandidaten stellen sich in der kommenden Woche vor. Unterdessen wird für das Ensemble mit Chor, Orchester und Ballett über einen Haustarifvertrag verhandelt. Dieser soll mindestens 400.000 Euro an Einsparungen bringen. Außerdem sei vorgesehen, die Zahl der Stellen von derzeit 90 auf 81 bis Mitte nächsten Jahres zu verringern.

Die Stiftung steht unter massivem Sparzwang. Ihr Haushalt für das kommende Jahr fällt um eine Million Euro geringer aus. 2013 standen noch 17,8 Millionen Euro an Zuschüssen zur Verfügung, die sie an sorbische Einrichtungen und für Projekte verteilen konnte. Das National-Ensemble soll 2014 rund 4,5 Millionen Euro erhalten. Die Leitung des Hauses hat nun vorgeschlagen, den Verdienst der Mitarbeiter um rund neun Prozent für einen Zeitraum von fünf Jahren abzusenken. Die Gewerkschaften, darunter die Deutsche Orchestervereinigung, würden dagegen nur fünf Prozent Lohnverzicht für das kommende Jahr akzeptieren. „Bis zur Stiftungsratssitzung im Mai muss Klarheit herrschen“, sagte Suchy.

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Bereits im Januar soll der Stiftungsrat auf einer außerordentlichen Sitzung über die Besetzung des Intendantenpostens entscheiden. Vorgesehen ist, dass bis Donnerstag (5. Dezember) alle fünf Kandidaten einer Auswahlkommission ihre Konzepte präsentieren. Zu ihnen gehört auch der Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters in Bautzen, Lutz Hillmann. Das Gremium werde nach der letzten Vorstellungsrunde eine Empfehlung aussprechen, die vorerst geheim bleiben soll, sagte Suchy. (dpa)