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Hoyerswerda

Sorbisch-Servicebüro wird eingerichtet

Symbolisch ist es eingeweiht, den Dienst wird das Novum ab Oktober aufnehmen.

© Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Das Haus der Domowina in der Dresdener Straße 18 steht etwas zurückgesetzt. Ab Oktober wird es in der Wahrnehmung aber einen anderen Stellenwert einnehmen. Denn dann wird hier das neue Servicebüro für sorbische Sprache seinen Betrieb aufnehmen. Das gab es bislang noch nicht und stellt ein Novum da. Denn es soll als Übersetzungs- und Beratungsdienstleister für Kommunen dienen. Und zwar, ohne dass diesen Kosten entstehen. Dafür macht der Freistaat rund 300 000 Euro locker, um, zunächst auf zwei Jahre befristet, das Büro einzurichten und zwei Mitarbeiter zu bezahlen. Am Montagabend wurde das Büro symbolisch eröffnet. Mit dabei waren unter anderem Innenstaatssekretär Professor Dr. Günther Schneider; der Vorsitzende der Domowina, Dawid Statnik, und Maria Michalk, Vorsitzende des Rates für sorbische Angelegenheiten. Denn mit der Bereitstellung des Geldes war es nicht getan – die Landkreise Bautzen und Görlitz und die Domowina wurden mit ins Boot geholt. Schließlich schrieb man die 42 Kommunen im deutsch-sorbischen Siedlungsgebiet an. Sie sollen hier nicht nur tatkräftige Unterstützung bekommen, wenn es um die zweisprachige Bezeichnung von Straßen geht, sondern vor allem im Alltag. Gerade bei amtlichen Themen tauchen immer wieder deutsche Begriffe auf, die es im Sorbischen noch gar nicht gibt. Und einige Übersetzungen müssen eben auch justiziabel sein.

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Hinter den Kulissen der Saftpressen

Am 21. September 2019 haben Interessierte die Möglichkeit zu erfahren, wie der leckere Saft in die Flasche kommt. 

In den nächsten Wochen wird das Büro nun eingerichtet. Sorabistikstudentin Franziska Grajczarek aus Quoos wird zum Oktober hier eine Teilzeitstelle antreten, Johannes Krahl aus Rosenthal einen Monat später eine Vollzeitstelle. Sie freuen sich auf die Herausforderung.