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Vulkanausbruch: Neuer Schlot tut sich auf La Palma auf

Auf der Kanareninsel gibt es jetzt einen zweiten Lavastrom, der parallel zu dem seit zwölf Tagen fließenden verläuft. Bisher verschonte Flächen sind gefährdet.

Am Vulkan auf der Kanareninsel La Palma hat sich ein zweiter Schlot geöffnet, der ebenfalls glühende Lava ausspuckt.
Am Vulkan auf der Kanareninsel La Palma hat sich ein zweiter Schlot geöffnet, der ebenfalls glühende Lava ausspuckt. © Alejandro Martínez Vélez/EUROPA PRESS/dpa

La Palma. An dem vor zwölf Tagen ausgebrochenen Vulkan auf der Kanareninsel La Palma hat sich ein neuer Schlot gebildet. Der neue Lavastrom fließe parallel zu den älteren im Südwesten La Palmas und sei zwar relativ klein, ziehe aber bereits bisher verschonte Flächen in Mitleidenschaft, erklärte Luca D'Auria vom Vulkanologischen Institut (Involcan) der spanischen Insel am Freitag vor Journalisten. Manuel Nogales vom spanischen Forschungsinstitut CSIC sprach von einer "schlechten Nachricht", betonte aber: "Es gibt keinen Grund zur Unruhe."

Nach jüngsten amtlichen Informationen wurden derweil in dem betroffenen Gebiet um den Höhenzug Cumbre Vieja im Süden der Insel bereits mehr als 700 Hektar mit einer schwarzen, meterdicken Schicht aus rund 1000 Grad heißer Lava bedeckt, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Diese Fläche entspricht ungefähr 1.000 Fußballfeldern. Über 1.000 Gebäude seien völlig zerstört worden, hieß es. Rund 6.000 Bewohner kleinerer Ortschaften wurden aus ihren Häusern evakuiert.

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La Palma, die bei Touristen weniger bekannt ist als andere Kanareninseln wie Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura oder Lanzarote, war am Dienstag zum Katastrophengebiet erklärt worden. Die Schäden belaufen sich nach Schätzungen der Regionalregierung bereits auf mehrere Hundert Millionen Euro. Schwer betroffen ist vor allem der für die Insel immens wichtige Bananenanbau, von dem etwa die Hälfte der etwa 85 000 Einwohnern direkt oder indirekt lebt und der sich schon vor dem Vulkanausbruch in der Krise befand.

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