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Sparkassen wollen sich vom Tarifergebnis abkoppeln

Gibt es einen Tarifabschluss im öffentlichen Dienst, sollen Sparkassenmitarbeiter weniger davon profitieren.

© Arne Bänsch/dpa

Döbeln. Am Freitag erreichen die Warnstreiks im öffentlichen Dienst ihren Höhepunkt. Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat große Kundgebungen in Leipzig und Dresden organisiert. Mit dabei sein sollen laut Angaben der Gewerkschaft auch Mitarbeiter von Sparkassen. Ob sich Angestellte der Kreissparkasse Döbeln oder der Sparkasse Mittelsachsen daran beteiligen, und welche Auswirkungen das eventuell auf den Sparkassenbetrieb hat, war von keiner der beiden Kreditinstitute trotz Anfrage zu erfahren.

Dabei gehen die Sparkassen-Mitarbeiter besonders in die Offensive. „Sie sollen, wenn es zu einem Tarifabschluss kommt, diesen nicht zu 100 Prozent erhalten“, sagte Marcus Borck, Landesbezirksfachbereichsleiter von Verdi. Bisher hätten die ausgehandelten Ergebnisse für die gesamte kommunale Ebene einschließlich der Sparkassen gegolten, so Borck. Das habe es in den vergangenen Jahrzehnten bisher noch nie gegeben. Deshalb waren auch schon Sparkassen-Mitarbeiter am Mittwoch beim Vorstand der Kreissparkasse Märkisch-Oderland in Strausberg.

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Die Vertreter der Arbeitgeberseite hatten bereits in der ersten Verhandlungsrunde deutlich gemacht, dass die Beschäftigten der Sparkassen vom Tarifergebnis im Öffentlichen Dienst abgekoppelt werden sollen. „Sie fordern bereits vor Abschluss der Tarifverhandlungen eine Kompensation – getragen einzig und allein von den Beschäftigten. Und das vor dem Hintergrund aktueller Zahlen, die im Rahmen der Bilanzpressekonferenz veröffentlicht wurden. Diese belegen, wie gut es den Sparkassen geht“, so Borck.

Grundsätzlich will Verdi erreichen, dass der Lohn der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes um sechs Prozent, aber mindestens um 200 Euro steigen soll. Auszubildende und Praktikanten sollen 100 Euro monatlich mehr bekommen und der Zuschuss für Nachtarbeit in den Krankenhäusern auf 20 Prozent angehoben werden. Außerdem soll die Vorschrift zur Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung wieder in Kraft gesetzt werden. (DA/je)