merken

Geld und Recht

Sparpotential finden und ausnutzen

Deutschland gehört zu den wohlhabendsten Ländern auf der Welt und trotzdem profitieren nicht alle Menschen gleich vom vorhandenen Reichtum.

Sparen
Sparen © jarmoluk / Pixabay

Das zeigt auch die Ungleichheit in der Einkommensverteilung, die seit Jahren stetig zunimmt. Viele Haushalte fallen dadurch unter die Armutsgrenze und müssen dementsprechend ihr Geld vernünftig verwalten. Dazu gehört vor allem das Sparen, das mit fünf Tipps in das alltägliche Leben integriert werden kann.

Ungleichheit bei Einkommen nimmt zu

Eine gerechte Einkommensverteilung sollte in einem Sozialstaat wie Deutschland einen hohen Stellenwert genießen und somit ein erstrebenswertes Ziel für Politik und Wirtschaft darstellen. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Laut des Verteilungsberichts vom Wirtschaft- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) hat sich die Schere bei den verfügbaren Einkommen in der Bundesrepublik weiter geöffnet. Trotz des Konjunkturhochs der letzten Jahre befindet sich die Einkommensungleichheit auf einem historischen Höchststand.

TOP Reisen

Auf sächsische.de finden Sie die schönsten Reisen in die Welt. Freuen Sie sich auf Ihren nächsten Urlaub!

Der sogenannte Gini-Koeffizient, der das gebräuchlichste Maß für Ungleichheit darstellt, lag im Jahr 2016 zwei Prozent höher als das Jahr 2005, welches von Forschern als besonders ungleich tituliert wurde. Auch in den letzten Jahren konnte Deutschland der Status als ungleiches Land nicht ablegen, da sich der Koeffizient trotz guter Arbeitsmarktlage und hohen Einkommen nicht merklich veränderte.

Der Zuwachs der materiellen Ungleichheit in den vergangenen Jahren lässt sich in diesem Zusammenhang auf zwei Faktoren herunterbrechen. Zum einen wären die hohen Einkommensgruppen zu nennen, die von florierenden Kapital- und Unternehmenseinkommen profitiert und damit einen Großteil der übrigen Haushalte im Land auf finanzieller Ebene abgehängt haben. Zum anderen sind 40 Prozent der Haushalte mit dem geringsten Einkommen zurückgefallen. Dementsprechend liegt die Armutsquote auf einem hohen Niveau.

Überblick über Ausgaben

Haushalte, die über ein geringes Einkommen verfügen, sind gezwungen, mit ihrem Geld sorgsam umzugehen. Eine bedachte Verwaltung der finanziellen Mittel lässt sich in so einigen Bereichen des alltäglichen Lebens eingliedern. Doch bevor an den richtigen Stellen geschraubt wird, muss sich ein Gesamtüberblick über die Ausgaben verschafft werden. In der Regel hilft ein Haushaltsbuch. Wem eine stetige Aufzeichnung zu stressig ist, der kann auch eine monatliche Kalkulation aufstellen.

Diese sollte die Beträge pro Kategorie beinhalten. Kosten für die Miete, das Handy oder andere Daueraufträge fallen dabei raus. Viel wichtiger sind Ausgaben, die im Eifer des Gefechts gar nicht wirklich greifbar sind und sich letzten Endes hochsummieren. Damit sind z.B. Freizeitaktivtäten oder Bestellungen beim Lieferdienst gemeint. Um diese Ausgaben zu bestimmen, müssen die Kosten für einen Monat ausgerechnet oder auch nur geschätzt werden. Anschließend wird der entsprechende Betrag als Bargeld abgebucht.

Alle anfallenden Kosten für den Monat werden mit diesem Geld bezahlt. Auf diese Art und Weise gerät man nicht in Versuchung, unnötig viel Geld auszugeben. Sollte das Geld dann doch vor dem Monatsende zur Neige gehen, wird es mit weiterem Bargeld aufgefüllt. Am Ende des Monats wird jedoch notiert, wie viel für das normale Leben gebraucht wird. Nach etwa zwei Monaten kennt man seine Ausgaben für diese schwierig greifbare Kategorie.

Wocheneinkauf und Kilopreise

Riesiges Sparpotenzial bietet der Einkauf von Lebensmitteln. Viele Menschen tendieren dazu, viele kleinere Spontankäufe zu tätigen, um den heimischen Kühlschrank zu füllen. Besser ist es jedoch, wenn einmal die Woche eingekauft wird. Dadurch spart man nicht nur Geld, sondern lebt automatisch gesünder. Grund dafür ist, dass sich Gerichte für die einzelnen Tage bereits grob überlegt werden müssen. Spontane Einkäufe nach stressigen Tagen werden dadurch seltener.

Neben dem eigentlichen Wocheneinkauf kann auch während des Einkaufs Geld gespart werden. Schnäppchenportale wie beispielsweise Mein-Deal.com bieten auf ihrer Webseite Coupons und Gutscheine für die unterschiedlichsten Produkte an. Selbst Gratisartikel gehören zum Repertoire dazu und können mit dem wöchentlichen Einkauf verbunden werden.

Zudem entlastet das Vergleichen des Kilopreises das eigene Portemonnaie. Nicht selten wird mithilfe von Marketingtricks bei Gemüse wie Paprika das doppelte Geld für die gleichen Waren verlangt. Daher ist es entscheidend, die Kilopreise zu vergleichen, um nicht unnötigerweise in Preisfallen zu tappen. 

Kosten für Internet und Telefon überprüfen

Kosten, die monatlich abgebucht oder per Dauerauftrag überwiesen werden, sind oftmals nicht zu unterschätzen. Diese sind zwar in einem Rhythmus von einem Monat eingeplant und doch sind sie aussagekräftig, da sie automatisch nebenherlaufen. Viele Menschen schrecken zudem vor einem Anbieterwechsel zurück, da der Aufwand vermeintlich zu hoch wäre. Allerdings fußt diese Annahme auf einem Trugschluss, da der Wechselaufwand in der heutigen Zeit schnell und unkompliziert vonstattengeht.

Wer regelmäßig die Anbieter für Internet und Telefon miteinander vergleicht, kann monatlich viel Geld einsparen. Das kompensiert auf Dauer auch den minimalen Aufwand. Neben Einsparungen gibt es auch häufig Prämien, die man bei einem Wechsel erhält.

Kampf gegen Impulskäufe

Im Zeitalter der Digitalisierung wird man im Internet dauerhaft zum Geld ausgeben animiert. Durch Online-Shops wie Amazon ist das Kaufen noch nie einfacher gewesen. Häufig wird man dazu verleitet, Dinge zu erwerben, die man bei genauerer Betrachtung gar nicht braucht. Um diese Impulskäufe zu vermeiden, hilft die 30-Tage-Regel.

Sieht man ein Objekt der Begierde und möchte es direkt kaufen, wird dieses Produkt auf eine Liste gesetzt. Ab hier müssen 30 Tage vergehen, ehe man sich erneut mit dem Artikel auseinandersetzt. Wird der Kauf nach der langen Bedenkzeit noch immer als sinnvoll erachtet, kann er mit ruhigem Gewissen getätigt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegenstand nach kurzer Zeit nicht mehr gebraucht wird, ist durch diese Methode deutlich geringer.

Rauchen und Alkohol sind bares Geld

Das Leben kann oftmals gesundheitsschädliche Nebeneffekte haben, da ungesunde Gewohnheiten eine verlockende Wirkung haben. Wer es aber schafft, sich von Dingen wie Zigaretten oder Alkohol zu trennen, tut damit nicht nur etwas Gutes für seine Gesundheit, sondern kann auch sehr viel Geld sparen. Das Rauchen oder der Konsum von Alkohol belasten auf Dauer den eigenen Finanzhaushalt, da sich die Kosten über die Zeit häufen.

Wer Schwierigkeiten hat, sich vom Alkohol oder von den Zigaretten zu trennen, muss nicht verzagen. Heutzutage gibt es sehr viele Anlauf- und Beratungsstellen, die in solchen Angelegenheiten mit Rat und Tat zur Seite stehen. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur B. Lang.