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Kamenz

Spatenstich zum Saisonabschluss

Zum letzten Mal marschierte der Oberlichtenauer Spielmannszug jetzt über seinen staubigen Übungsplatz. Bald wird es besser.

Mit Schwung absolvierte die Pulsnitzer Bürgermeisterin Barbara Lüke den ersten Spatenstich für den neuen Trainings- und Sportplatz beim Spielmannszugs Oberlichtenau. © Frank Sühnel

Oberlichtenau. Warum ein Tartanbelag auf dem Übungsplatz nottut, wurde allen Zuschauern nur zu deutlich. Staubwolken stiegen auf, als die Musiker des Oberlichtenauer Spielmannszuges (SZO) ihre Show auf dem Platz zeigten. Und beim symbolischen ersten Spatenstich für den neuen Bodenbelag staubte es nicht weniger. So wird keiner traurig sein, dass die kleine Show zum Saisonabschluss des Spielmannszuges die letzte Aktion auf dem grauen Geläuf war. „Wir wollten eigentlich schon vor einer Weile mit dem Umbau begonnen haben. Die Bauleute haben ja auch schon angefangen, die Tribüne ist in Arbeit und anderes. Doch für den Auftritt der Königlichen Garde Seiner Majestät Harald V. von Norwegen und der Abschlussprobe unserer Juniorband brauchten wir den Übungsplatz“, erklärte Yvonne Swiontek, Vorstand für Auftrittsmanagement des SZO. Sie moderierte in ihrer humorvollen Weise den besonderen Nachmittag, der so einmalig war – durch den Gastauftritt einer Abordnung der Norweger und den Spatenstich für den Platzumbau. In Bezug auf die Spatenstecher kommentierte sie witzig: „Es wird schwer werden, in den Boden hineinzustechen, denn die Norweger haben da am Wochenende trainiert und den Boden entsprechend verdichtet.“ Das war auch sehr respektvoll gemeint, denn der Auftritt des Signaltrupps der Königlichen Garde erregte ob der unglaublichen Präzision und gleichzeitiger Geschmeidigkeit höchste Bewunderung bei den Musikern des SZO und den bestimmt 300 Zuschauern.

Zum feierlichen Spatenstich waren denn auch Vertreter aus der Politik von Land – der Staatssekretär im sächsischen Innenministerium Günther Schneider (CDU), Landtagsabgeordneter Aloysius Mikwauschk (CDU), die Landkreis-Beigeordnete Birgit Weber und die Pulsnitzer Bürgermeisterin Barbara Lüke – angetreten, dazu natürlich SZO-Vorstand Lars Jenichen. Nicht nur dem SZO kommt die verbesserte Sportanlage zu Gute, sondern auch der Grundschule, deren Schüler sie mit nutzen. Die Weitsprunganlage werde ebenfalls erneuert, die Laufbahn ertüchtigt und der ganze Platz bleibe der Öffentlichkeit erhalten. Die staubige Splittoberfläche weicht auf 60 mal 100 Metern einem tartanartigen Kunststoffbelag, der optimale Bedingungen bieten wird, dazu kommen Tribüne, Traversen und Einfriedung. „Beim Bau des Übungsplatzes war einfach nicht mehr genug Geld dafür da. Daher dauerte es bis jetzt“, erläuterte Swiontek die Sachlage. Dank Fördermitteln von Europäischer Union und des Freistaats Sachsen und einer besonderen Spendenaktion konnten die nötigen 700 000 Euro aufgebracht werden. 560 000 Euro gaben EU und Land. Der Rest kam durch Spenden und Eigenmittel des SZO zusammen. Die Spender, es waren gut 400, konnten symbolisch ein Stück des Platzes kaufen, die Parzelle zu 44 Euro. So haben wir fast die nötigen 140 000 Euro zusammen bekommen“, sagt Lars Jehnichen, Finanzvorstand des SZO.

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Nun haben die Bauleute die Regie über den Platz. Die alte Oberfläche muss zunächst abgetragen werden. „Zum Glück gibt es jemand, der das Material nimmt, so dass wir keine Kosten für die Entsorgung haben“, freut sich Yvonne Swiontek. Sie erzählt, dass die Bauleute von Montag früh bis Donnerstagabend vor Ort sind, auch direkt neben der Baustelle im Container wohnen und durcharbeiten, um am 30. September alles fertig zu haben.

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