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SPD: Bahn muss Lärmschutz beachten

Züge sollen künftig mit Tempo 200 von Dresden in die Bundeshauptstadt Berlin fahren können. Geht das erneut zulasten des Elbtals?

Die Meißner SPD-Bundestagsabgeordnete Susann Rüthrich begrüßt die Zusage von 30 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln, um die Eisenbahnstrecke von Dresden nach Berlin zu modernisieren. „Die Entscheidung zeigt, dass dem Verkehrsknotenpunkt Dresden im europäischen Schienennetz eine zentrale Rolle zukommen kann“, so die Sozialdemokratin.

Gleichwohl weist sie auf die Lärmbelastungen für die Anwohner hin. Die Bürgerinitiative Bahnemission Elbtal engagiere sich seit Jahren für besseren Schutz. Das sollte beachtet werden, wenn der Ausbau geplant wird, so Susann Rüthrich.

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Einer Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums zufolge überweist die Europäische Union knapp 30 Millionen Euro, um die Strecke zwischen der sächsischen Landeshauptstadt und der Bundeshauptstadt schneller zu machen. Insgesamt erfordere der Ausbau 800 Millionen Euro.

Die Strecke wird in zwei Baustufen modernisiert, zunächst auf 160 Kilometer pro Stunde, dann auf 200 Kilometer pro Stunde. Bis Ende 2018 sollen rund 80 Kilometer der insgesamt 125 Kilometer langen Ausbaustrecke mit 200 Kilometern pro Stunde befahrbar sein. Hierfür werden 22 Bahnübergänge beseitigt und die Strecke mit moderner automatischer Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet. Durch den Ausbau verkürzt sich die Reisezeit zwischen den Hauptbahnhöfen in Berlin und Dresden um rund 20 Minuten auf 106 Minuten.

Damit wäre dann fast wieder die Rekordzeit von vor dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Rund eine Stunde und 40 Minuten brauchte der berühmte Henschel-Wegmann-Zug in den 30er Jahren für die 178 Kilometer zwischen Dresden-Hauptbahnhof und dem Anhalter Bahnhof in Berlin. Wer heute 9.04 Uhr im Dresdner Hauptbahnhof den Eurocity 178 besteigt, benötigt gut zwei Stunden, bevor er nach über 180 Kilometern in Berlin-Hauptbahnhof aus dem Zug steigen kann. (SZ/pa)