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Riesa

SPD kritisiert Angriffe auf Wahlwerbung

In Nünchritz war ein Bus der AfD beschädigt worden. Auch der SPD-Chef verurteilt das – und spricht von einer Nagelprobe.

In Nünchritz wurde ein Bus der AfD beschädigt. Nicht das einzige Vergehen in diesem Landtagswahlkampf. © Lutz Weidler

Landkreis. Nach dem Übergriff auf einen Wahlkampfbus der AfD in Nünchritz hat sich nun auch der Regionalgeschäftsführer des SPD-Landesverbands Klaus Hirschnitz zu Wort gemeldet. Derartige Angriffe zeugten vom fehlenden Demokratieverständnis einiger Weniger. 

Hirschnitz stellte klar: „Übergriffe auf Menschen, egal ob verbal oder tätlich, sind ein absolutes No-Go.“ Wahlkämpfer seiner Partei seien in diesem Wahlkampf bislang vornehmlich verbal attackiert worden. „Vor Übergriffen auf Büros und Fahrzeugen sind wir bisher verschont geblieben.“ 

Wer den Pfennig nicht ehrt

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Darüber hinaus seien Großflächenplakate ein beliebter Angriffspunkt für Schmierereien und andere Beschädigungen. „Der Schwund von angebrachten A1-Plakaten hält sich in normalen Grenzen.“ Er liege bei einem Fünftel.

Hirschnitz betrachtet die Angriffe dennoch mit Sorge. „Mein Eindruck ist dass durch die Verrohung der Gesellschaft, gerade durch das Erstarken extremistischer Kräfte, die Demokratie vor einer Nagelprobe steht. Bei seiner Wahlentscheidung sollte sich ein Jeder bewusst sein, was man mit der sogenannten Abstrafung der etablierten Parteien bewirkt. Es soll dann bitte hinterher keiner sagen, dass habe man nicht gewusst oder gewollt. Geschichte wiederholt sich, leider!“

Am Wochenende war ein Bus der AfD in Nünchritz dutzendfach mit Aufklebern beklebt und die Folie mit Wahlkampfwerbung abgerissen worden. AfD-Landtagskandidat Carsten Hütter geht von mehreren hundert Euro Schaden aus. 

Kandidaten nahezu aller angefragten Parteien bestätigten nach dem Vorfall, dass ihre Wahlplakate teilweise beschädigt oder abgerissen worden waren, teilweise am helllichten Tag. Auf seinem Facebook-Auftritt kommentierte FDP-Kandidat Sven Borner das Thema mit den Worten „Es stimmt sehr bedenklich, wenn es offensichtlich nicht mehr mal möglich ist, sechs Wochen lang die Wahlwerbung der Wettbewerber auszuhalten.“

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