merken

SPD lehnt CDU-Plan zu Lehrern ab

Die CDU will Pädagogen bis 42 Jahre verbeamten. Die SPD-Fraktion besteht auf eine Beteiligung der Tarifpartner.

© dpa

Von Andrea Schawe

Anzeige
Zeit, dem Weihnachtsstress zu entfliehen!   

Über Thüringen liegt der Adventszauber und lädt ein, die Vorweihnachtszeit ohne Hektik im Herzen Deutschlands zu genießen.

Die SPD-Landtagsfraktion hat den Vorschlag der CDU zur Verbeamtung der Lehrer abgelehnt. Das Thema wurde am Donnerstag auf der zweitägigen Fraktionsklausur in Roßwein beraten. „In der vorliegenden Variante lehnen alle Fraktionsmitglieder das CDU-Modell ab“, heißt es aus Fraktionskreisen. Es soll nun ein Kompromiss verhandelt werden. In die Gespräche sollen nach dem Willen der SPD auch die Tarifpartner eingebunden werden. Unmittelbar nach dem Beschluss der Fraktion war ein Gespräch mit Kultusminister Christian Piwarz und Finanzminister Michael Haß (beide CDU) auf der Klausurtagung geplant.

Nur wenige Tage vor der für den 31. Januar vorgesehenen Regierungserklärung von CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer ist damit ein wichtiger Punkt wieder offen. In einem gemeinsamen Konzept von Kultus- und Finanzministerium ist vorgesehen, nicht nur alle Neueinsteiger ins sächsische Schulsystem oder Beamte, die aus anderen Bundesländern hierher wechseln, zu verbeamten, sondern auch Bestandslehrer bis zu einem Alter von 42 Jahren. Für 20 bis 40 Prozent der Lehrer, die nicht verbeamtet werden können, sind mehr Beförderungsämter vorgesehen, die höhere Entgeltstufen möglich machen würden. Außerdem schlägt die CDU vor, Grundschullehrer genauso zu entlohnen wie die Kollegen an Oberschulen und Gymnasien – allerdings nur, wenn sie eine komplette grundständige Ausbildung haben.

Das primäre Problem, heißt es aus der SPD-Fraktion, ist, dass in dem Vorschlag der CDU Ost-Lehrer nicht berücksichtigt werden. Vielen Lehrern, die zu DDR-Zeiten „Lehrer unterer Klassen“ waren und nun an Grundschulen unterrichten, fehlt trotz langjähriger Berufserfahrung ein Referendariat.