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Spektakel mit Happy End

Der deutsche Clásico kann kommen. Nach einem magischen Fußball-Abend gegen Inter Mailand scheint der BVB für das Duell mit dem FC Bayern gerüstet.

Dortmunds Spieler jubeln über den 3:2-Sieg ihrer Mannschaft.
Dortmunds Spieler jubeln über den 3:2-Sieg ihrer Mannschaft. © Bernd Thissen/dpa

Dortmund. Die ohnehin ereignisreiche Europapokal-Geschichte von Borussia Dortmund ist um einen magischen Fußball-Abend reicher. Beim 3:2 (0:2) über Inter Mailand gelang dem Revierclub erstmals in der Champions League ein Sieg nach einem 0:2-Rückstand. Die furiose Aufholjagd in der 2. Halbzeit werteten alle Beteiligten als Mutmacher für den Ligagipfel am Samstag beim FC Bayern. "Es war ein Fußballabend, wie ihn die Leute lieben", kommentierte Vereinschef Hans-Joachim Watzke. "Das gibt uns Rückenwind für Samstag. Wir sind bereit für den Clásico."

Der überragende Doppel-Torschütze Achraf Hakimi (51./77.) und Nationalspieler Julian Brandt (64.) verwandelten das Stadion in ein Tollhaus. Dabei drohte noch in der 1. Halbzeit nach den Treffern von Lautaro Martinez (5.) und Matias Vecino (40.) eine ähnliche Lehrstunde wie vor zwei Wochen beim 0:2 in Mailand. Doch diesmal bewies der BVB Mut - und wurde dafür belohnt. "Diese Reaktion war absoluter Wahnsinn. Es fühlt sich brutal gut an", sagte Brandt. Selbst der ansonsten eher besonnene Trainer Lucien Favre geriet ins Schwärmen: "Es war ein verrücktes Spiel, sehr schön anzusehen."

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Wie schon bei seinem Doppelpack Anfang Oktober in Prag (2:0) avancierte der von Real Madrid ausgeliehene Hakimi zum Matchwinner. Die Schnelligkeit des von Trainer Lucien Favre zuletzt häufig in der Offensive eingesetzten gelernten Außenverteidigers imponierte auch seinem hochdekorierten Teamgefährten Mario Götze: "Achraf ist mit seinem Speed unberechenbar. Er ist eine sehr, sehr große Bereicherung für uns. Vier Tore in der Champions League - das ist nicht so schlecht."

Dank ihrer Comeback-Qualitäten bleiben die Dortmunder mit nun sieben Punkten weiter auf Achtelfinal-Kurs und liegen als Tabellenzweiter drei Zähler vor den Italienern. "Das war für uns ein wichtiger Schritt", befand Götze. Am Ziel sieht er den BVB aber noch lange nicht: "Es wird in der Gruppe noch spannend bleiben. Wir haben noch eine sehr schwierige Aufgabe in Barcelona und ein Heimspiel gegen Slavia Prag, das bisher in beiden Auswärtsspielen einen Punkt geholt hat." (dpa)