merken

Döbeln

Spendenaktion geht weiter

Die Leisniger wollen Swen Liebsch noch mehr Gutes tun. Das verlangen vor allem jene, die sich an der bisherigen Aktion nicht beteiligen konnten.

Die Ideengeber der Spendenaktion für Swen Liebsch (rechts) wollen nach dem Erfolg des VfB-Aufrufs nicht aufhören und sammeln noch bis 31. Januar 2020 weiter.
Die Ideengeber der Spendenaktion für Swen Liebsch (rechts) wollen nach dem Erfolg des VfB-Aufrufs nicht aufhören und sammeln noch bis 31. Januar 2020 weiter. © Dietmar Thomas

Leisnig. Es fehlen nicht mehr ganz 2.000 Euro. Das ist für Stadtrat Wolfgang Rölle (CDU) Ansporn, an die Spendenaktion des VfB Leisnig noch eine „dranzuhängen“.

Wie berichtet, sind nach einem Aufruf von VfB-Präsident Jörg Lippert binnen weniger Tage 8.000 Euro für Swen Liebsch zusammengekommen. Der 47 Jahre alte Leisniger leidet an Muskelschwund. Nach der Diagnose und dem Fortschreiten der Krankheit musste er Teile seines bisherigen Lebens aufgeben: das beinahe 13 Jahre dauernde Ehrenamt als Stadtrat, seinen Beruf als Bäcker und das eigene Geschäft.

Anzeige
KarriereStart 2020: Zukunft selbst gestalten

Den eigenen Weg finden - Orientierung bietet die KarriereStart. Vom 24. bis 26. Januar präsentieren sich über 570 Aussteller in der Messe Dresden, so viele wie nie zuvor.

Inzwischen hat er sich mehreren Behandlungen unterzogen. Anliegen der Mediziner ist, das Fortschreiten zu stoppen und zu verlangsamen. Trotzdem kann der Familienvater vieles nicht mehr oder nur unter Schmerzen und mithilfe von Krücken. Deshalb soll ihm ein Treppenlift den Alltag erleichtern.

 Die Kosten dafür übernimmt die Pflegekasse nur zu einem Teil. Der große Rest kann durch die bisherigen Spenden bezahlt werden. „Wir haben uns nun aber fragt: Weshalb sollen wir nicht auch noch den Rest auf diesem Weg aufbringen?“, sagt Wolfgang Rölle.

Er hat sich indes mit einem Brief an seine Ratskollegen gewandt und sie um Unterstützung gebeten. Zudem sind einige andere Leisniger auf die Ideengeber – neben Rölle waren das Ralf Herrmann und Frank Lohse – zugekommen. 

„Gerade Ältere können oder wollen nicht auf elektronischem Weg spenden“, so Rölle. Daher gebe es nun noch bis 31. Januar die Möglichkeit, Bargeld im Bürgerbüro in eine Box zu legen.

Zuviel könne es nicht werden. „Die Familie muss in absehbarer Zeit noch Küche und Bad/Toilette barrierefrei umbauen. Das kostet noch einmal richtig viel Geld“, so Rölle. Weil seine inzwischen verstorbene Schwester im Rollstuhl gesessen hat, wisse er, wovon er spreche. (DA/sig)

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln lesen Sie hier.