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Dresden

Spendensammler war ein Betrüger

Bei einem Großeinsatz hat die Bundespolizei 100 Personen kontrolliert. Nicht nur im Hauptbahnhof waren die Beamten im Einsatz.

©  dpa

Der 16-Jährige sagte nichts und gab vor, auch nichts zu hören. Aber er hatte eine Spendensammelliste bei sich und schon Geld bekommen. Als die Bundespolizei ihn am Mittwochnachmittag am Hauptbahnhof kontrollierte, entpuppte er sich als Betrüger. Der Jugendliche war kein offizieller Spendensammler, er hatte es auf das Geld gutgläubiger Bahnhofsbesucher abgesehen. Er gab vor, Geld für Taubstumme zu sammeln und selbst ein Betroffener zu sein. Beides war falsch, der Jugendliche war ein dreister Betrüger. Die Polizei beschlagnahmte das Geld und leitete ein Strafverfahren gegen ihn ein.

Er ging den Beamten im Rahmen einer Komplexkontrolle ins Netz. Knapp 30 Bundespolizisten waren daran beteiligt. Sie überprüften am Mittwoch im und am Hauptbahnhof fast 100 Personen und erzielten dabei 14 Fahndungstreffer. Außerdem stellten sie drei Personen, die mit einem Haftbefehl gesucht wurden.  Dazu gehörte unter anderem ein Kroate, der betrunken und in einen Streit verwickelt war. Die Kontrolle ergab, dass er in Berlin wegen Alkohol am Steuer zu 30 Tagen Gefängnis oder einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden war. Der Kroate konnte das Geld nicht aufbringen und musste ins Gefängnis.

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Auch am Flughafen stellte die Bundespolizei im Rahmen dieser Kontrolle einen Mann, der bereits gesucht wurde. Es handelte sich um einen 24-jährigen gebürtigen Libyer. Er kam mit dem Flugzeug aus Amsterdam und war in Dresden wegen gefährlicher Körperverletzung in der Neustadt verurteilt worden. 120 Tage Gefängnis oder 1.200 Euro Geldstrafe hatte das Gericht entschieden. Auch der 24-Jährige konnte das Geld nicht aufbringen und kam hinter Gitter. (SZ/csp)