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Spendenübergabe vor Feuerwehrkulisse

Mit den Erlösen aus einer Weihnachtsbaum-Versteigerung unterstützen Ponickaus Brandschützer und Sportler das Kinderheim Walda.

© Manfred Müller

Von Manfred Müller

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Walda. Eigentlich sind die 500 Euro, die die Waldaer Wirtschaftsleiterin Andrea Schurig vorm Gerätehaus überreicht bekommt, eine Spende von vielen Ponickauern. Sie stammen aus einer sogenannten amerikanischen Versteigerung, bei der es dem Bieter gar nicht so sehr darum geht, das Objekt am Ende mit nach Hause zu nehmen. Die Auktion drehte sich um einen Weihnachtsbaum, und zwar nicht um ein profanes grünes Nadelgehölz, sondern um eine komplett geschmückte und beleuchtete Halleluja-Staude.

Am 9. Dezember hatten sich die Besucher Ponickauer Weihnachtsmarktes in Fünf-Euro-Schritten vorangearbeitet, und am Ende konnte sich die ortsansässige Familie Zengler den Baum ins Wohnzimmer stellen. Dass bei der Auktion insgesamt 410 Euro zusammenkamen, zeigt, dass die Dorfbewohner ein großes Herz für die Waldaer Heimkinder in haben. Den Rest bis zum runden Fünfhunderter legten dann die Mitglieder der Ortsfeuerwehr und des Sportvereins FSV 93 obendrauf.

„Wir werden das Spendengeld für die Feriengestaltung verwenden“, sagt Andrea Schurig, die auch als Vorsitzende des Kinderheim-Trägervereins fungiert. In Walda werden derzeit 16 Kinder verschiedenen Alters betreut, und es gibt eine Vielzahl von Angeboten für jede Altersgruppe. Feriencamps zum Beispiel, Bade- oder Kletterurlaub. Ob in der Oberauer Buschmühle oder am Baggersee in Zeischa oder auch weiter entfernt – die Waldaer Kinder dürfen sich dann selbst aussuchen, was ihnen am besten gefällt. Der Ponickauer Versteigerungserlös werde auf jeden Fall dazu beitragen, dass die Heimkinder eine unbeschwerte und erlebnisreiche Zeit verbringen können. „Wir schicken dann auf jeden Fall ein paar Fotos“, verspricht Andrea Schurig.

Für die Spendenübergabe hatten sich die Feuerwehrwehrleute eine ganz besondere Kulisse ausgedacht. Am frühen Abend wurde das Löschfahrzeug aus Halle gefahren, der große Scheinwerfer und die Wagenbeleuchtung angeworfen, und die Jugendfeuerwehr als Publikum zusammengerufen.

Die Weihnachtstanne vom Adventsmarkt hatten die Brandschützer extra bis Ende Januar vorm Gerätehaus stehen lassen, um noch etwas von der karitativen Stimmung ins neue Jahr transportieren.

Ortsfeuerwehrwehr und Sportverein organisieren den Weihnachtsmarkt seit sechs Jahren gemeinsam, und zum dritten Mal fand eine Weihnachtsbaum-Versteigerung für einen guten Zweck statt. „Diesmal mit einem Rekord-Ergebnis“, sagt Wehrleiter Friedemann Böhme. Dass die Tanne samt Kugeln und Lichterkette untern Hammer kommt, sei eher dem Zufall zu verdanken. Einer der Bieter hatte erklärt, dass er noch mal drauflegen werde, wenn denn der Schmuck dranbleibt.

Beim nächsten Mal behielten die Ponickauer diese Praxis dann bei. Den Baum selbst sponsert meist eine Firma aus der Region, letztes Jahr die Schönfelder Gärtnerei Hübner. Geschmückt wird er dann von den Vereins-Frauen. Die ersten beiden Versteigerungen wurden zugunsten krebskranker Kinder und einer beinamputierten jungen Ortranderin durchgeführt.

Diesmal war den Weihnachtsmarkt-Organisatoren spontan das Waldaer Kinderheim eingefallen. Eine Entscheidung, die vielleicht nicht zum letzten Mal getroffen wird. „Wir haben viele Spender, die uns regelmäßig unterstützen“, erklärt Andrea Schurig. „Solche Kontakte werden natürlich gehegt und gepflegt.“