merken

Spiel auf Zeit

Die Elternbeiträge für die Kitas in Bernstadt bleiben konstant. Obwohl die Betriebskosten vergangenes Jahr gestiegen sind.

© Rafael Sampedro

Von Susanne Sodan

Bernstadt. Einen Vorteil hat die Schließung des Hortgebäudes auf der Ernst-Thälmann-Straße vergangenes Jahr: Die Kosten für Heizung, Strom und andere Ausgaben fallen jetzt weg. Und deshalb bleibt dieses Jahr auch die Debatte um höhere Kita-Beiträge für die beiden Einrichtungen – der Sonnenhügel in Bernstadt und die Kita Bienenhäusl‘ in Kemnitz – aus.

Anzeige
Sommerfreude im NeißePark
Sommerfreude im NeißePark

Endlich Sommer, endlich Zeit zum Shoppen und dabei tolle Preise gewinnen! Nutzen Sie Ihre Chance und machen Sie beim NeißePark-Gewinnspiel mit.

Im jüngsten Hauptausschuss und auch danach im Stadtrat waren die Kita-Betriebskosten Thema. Gesunken sind sie im vergangen Jahr nicht. Denn 2016 zählte der Hort noch mit hinein. Ein hoher Kostenfaktor war dort zum Beispiel die Ölheizung. Ein weiterer Punkt, der sich erhöht hat, sind die Personalkosten. Das hat wiederum zum einen mit tariflichen Lohnerhöhungen für das Kita-Personal zu tun, zum anderen mit den Verbesserungen beim Personalschlüssel. Hatte im Kindergarten früher eine Erzieherin bis zu 13 Kinder zu betreuen, sind es inzwischen zwölf. „Hierdurch wäre eine Erhöhung des Elternbeitrages notwendig“, stellte Bürgermeister Markus Weise (Kemnitzer Liste) im Stadtrat fest. Es ist sogar gesetzlich vom Freistaat vorgeschrieben, dass eine Stadt einen bestimmten Anteil der Betriebskosten auf die Elternbeiträge umlegen muss. Aus diesem Grund hatte Bernstadt vergangenes Jahr den Elternbeitrag im Krippenbereich um rund sieben Euro im Monat erhöht.

Für dieses Jahr fallen solche Rechnungen aber trotzdem aus. Die Stadt will abwarten, wie die Betriebskostenabrechnung für 2017 aussieht – wenn die Ausgaben für das Hortgebäude nicht mehr reinspielen. Bis dahin werden die Kitakosten also konstant bleiben. Der Bernstädter Hort war vergangenes Jahr aus der Ernst-Thälmann-Straße 19 ausgezogen, weil dort die Betriebserlaubnis auslief. Um sie zu erneuern, hätte die Stadt als Eigentümer das Gebäude auf den neuesten baulichen und technischen Stand bringen müssen. Die Investitionen dafür wären hoch gewesen, erklärte Bürgermeister Markus Weise vergangenes Jahr. Man fand eine andere Lösung. Der Hort zog mit in das Gebäude der Kita Sonnenblick. Der Träger von beiden, Kita und Hort, ist der Verein Lebenshilfe Löbau. Die Einrichtung auf dem Sonnenblick war zu dem Zeitpunkt schon saniert und groß genug für beide Einrichtungen. Im alten Hort-Gebäude auf der Ernst-Thälmann-Straße dagegen waren besonders die Heizkosten wegen der fehlenden Außendämmung hoch.