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Spielhalle ist jetzt Internetcafé

An der Kamenzer Zwingerstraße sind jetzt nur noch drei Geldspiel-Automaten aktiv. Ganz legal.

© Matthias Schumann

Von Ina Förster

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Kamenz. Sollte die Spielhalle „Cash“ an der Zwingerstraße nicht längst geschlossen werden? Das fragten jetzt Leser bei der SZ an. Bereits zum 30. September war dies anvisiert, weil die Betriebserlaubnis am 30. Juni abgelaufen war. Der Gesetzgeber verlangt neuerdings 250 Meter Luftlinie zu Grund- bis Abiturschulen. Zur 1. Oberschule auf dem Schulplatz waren es 150 bis 225 Meter. Das bedeutete das Aus für die beiden innerstädtischen Etablissements an der Zwingerstraße sowie am Bönischplatz. In Letzterer brennt seit Längerem kein Licht. Und auch die vorherige Spielhalle an der Zwingerstraße mit viel mehr Spielautomaten existiert so nicht mehr. Das war auf Nachfrage im Rathaus zu erfahren. „Jetzt befinden sich in den Räumlichkeiten zwei getrennte Einrichtungen: Eine Lounge und im hinteren Bereich ein Internetcafé. Dafür existieren zwei getrennte Gewerbeanmeldungen. Gewerberechtlich handelt es sich also um Gaststätten, die nicht der Reglementierung eines Mindestabstandes zu allgemeinbildenden Schulen unterliegen“, heißt es. In einer Gaststätte dürfen maximal drei Geldspielgeräte aufgestellt werden. Diese Forderung erfüllt der Inhaber, was auch von den Mitarbeiterinnen des Gewerbewesens kontrolliert wurde und in Zukunft kontrolliert werden wird. Dafür öffnete übrigens die „Mega Fun Spielhalle“ an der Uferstraße Ende Januar neu. Es ist der zweite Standort des schon an der Nordstraße vertretenen Glückspielgeschäftes.