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Spielplätze jetzt komplett

Die Lauterbacher Kinder haben besonders viele Möglichkeiten direkt vor der Haustür. Wie es dazu kam.

© Steffen Unger

Von Anja Weber

Lauterbach. Die Kinder des evangelischen Kindergartens St. Martin in Lauterbach haben einen eigenen Wald und einen großen Spielplatz. Aber was heißt hier eigentlich „einen“? Mittlerweile sind es sogar drei, alle saniert und direkt am Haus gelegen. Die Kinder sind immer ganz nah an der Natur und haben frische Luft um die Nase. Das ist auch eines der pädagogischen Ziele der Einrichtung: die Verbundenheit mit der Natur praktizieren, Umweltbewusstsein fördern und das Kindsein ganzheitlich ausleben. Allerdings dauerte es eine ganze Weile, bis sie den letzten der drei Plätze vor ihrem Haus nutzen konnten.

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Die Vorbereitung hat viel Zeit in Anspruch genommen, viele Förderanträge wurden gestellt, Absprachen geführt und umfangreich geplant. „Jetzt verfügt unser Haus über drei modern sanierte Spielplätze für die unterschiedlichen Kindergruppen. Wenn spielen die grundlegende Form ist, in der Kinder ihre Welt entdecken, sich ausprobieren können und gemeinsame Erfahrungen in der Gruppe machen, dann sind ihnen optimale Möglichkeiten gegeben“, sagt Lauterbachs Pfarrer Wolfram Albert. Man sei dankbar über den den nun fertiggestellten Spielplatz. Der wurde über das Leader-Programm gefördert. Die Gesamtkosten liegen bei 30 000 Euro. Dass der Spielplatz so kindgerecht zugeschnitten wurde, sei auch ein Verdienst der Firma Bohr aus Weißenberg-Särka. Mit Bauleuten kennen sich die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte mittlerweile aus. In den letzten Jahren haben sie eine ganze Reihe davon kennengelernt. Denn der Kindergarten wurde auch innen um- und ausgebaut. Damit ist der Kindergarten auf dem neuesten Stand. Und das Wichtigste: Für die derzeit 53 Kinder ist auch mehr Platz.

Gebaut wurde in mehreren Abschnitten. Begonnen wurde mit der Sanierung der Kläranlage im Kita-Gelände. Zurück blieb ein großes Loch, viel zu gefährlich für die Krippenkinder. Im Herbst 2015 hatte man mit der Sanierung des Gartenbereiches begonnen. Neben der Stadt Stolpen war auch die Kirchgemeinde als Träger der Einrichtung selbst immer finanziell mit beteiligt. So war es möglich, rings um den Kindergarten Spielflächen zu gestalten, mit Baumhaus, Sandkasten, neue Schaukeln, neue Fallschutzbereiche mit Sandsteineinfassung und neue Wegeflächen einschließlich angrenzender Bepflanzung sowie eine neue Zaunanlage. Neu ist auch die hölzerne Kletterkombination. Und es ist auch Platz, ausreichend Spielgeräte zu lagern. Kein Wunder, dass die Erzieherinnen um Leiterin Ines Kramer jetzt ihre liebe Mühe haben, die Kinder zur Mittagszeit wieder ins Haus zu locken.