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Spielplatz wird nicht gebaut

Die neue Eigenheimsiedlung Strießen-Süd erhält keinen Tummelplatz für Kinder. Die Priestewitzer Gemeinderäte haben sich durchgesetzt.

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© Symbolfoto/Dietmar Thomas

Strießen. Nun ist es klar. Die neue Eigenheimsiedlung Strießen-Süd erhält keinen Spielplatz. Dieser war mit 335 Quadratmetern ursprünglich auf dem Bebauungsplan vorgesehen. Doch die Priestewitzer Gemeinderäte, die gegen den Spielplatz sind, haben sich durchgesetzt.

Gegenargumente gab es gleich mehrere. Erstens gibt es bereits einen Spielplatz in Strießen, während andere Priestewitzer Ortsteile ohne auskommen müssen. Zweitens würden zusätzliche Wartungs- und Pflegekosten auf die Gemeinde zukommen. Das dritte Argument, das nach Ansicht des zuständigen Maklers Jörg Heller wohl ausschlaggebend gewesen ist, kam bei der ersten Beratung im Mai von Gemeinderat Joachim Wilzki. Er sagte damals: „Bei diesen großen Grundstücken ist ein Spielplatz nicht wirklich notwendig, denn die meisten Leute stellen in ihren Grundstücken eigene Spielgeräte auf.“

Einige Gemeinderäte störten sich auch daran, dass eine Tagesmutter sich neben dem Spielplatz ansiedeln und ihn für ihre Zwecke kostenlos benutzen wollte. Daraus wird nichts. Die Tagesmutter zieht nicht nach Strießen-Süd, weil die Baufinanzierung nicht klappte, so Heller. Zwei Grundstücke seien schon verkauft. Der dritte Vertragsabschluss stehe kurz bevor. (SZ/jö)