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Spitzenmäßige Sprungkraft

Bei bestem Wetter und erstklassigem Boden schauten sich Hunderte Besucher beim Reit-Event in Jesau um.

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© Jonny Linke

Von Jonny Linke

Jetzt kämpften mehr als 400 Starter und Starterinnen aus Sachsen und anderen Bundesländern um die beste Platzierung beim „7. Ewag Masters Kamenz“. Veranstalter Dieter Graf vom selbigen Reitverein hatte mit seinem über 20-köpfigen Team, welches aus ehrenamtlichen Helfern besteht, etliche Wochen hart gearbeitet, um tolle Bedingungen für einen fairen sportlichen Wettkampf anbieten zu können. Neben den Dressurwettbewerben, welche am Freitag ausgetragen wurden, standen Sonnabend Dessurprüfungen auf dem Plan. Am Sonntag folgten die Wettkämpfe zum Stil- beziehungsweise Punktespringen. Bei letzterem ging es darum, einen Parcours, welcher aus verschieden schwierigen Hindernissen bestand, ohne Abwerfen einer Stange oder sonstigen Fehlern am schnellsten zu meistern.

Gestartet wurde in verschiedenen Abteilungen mit bis zu 42 Teilnehmern. Wer Fehler machte, wurde von den ausgebildeten Wertungsrichtern mit Strafpunkten belegt und schied theoretisch schon fast aus dem Rennen der Top-Akteure aus. So mussten die Reiter/innen mit ihren Pferden am Sonntag in Jesau Hindernisse bis zu einer Höhe von 1,25 Meter überspringen. Für „Mensch und Tier ist dies eine große Herausforderung“, so Antje Römer-Graf, welche als Frau des Vereinschefs nicht nur in der Küche anzutreffen, sondern auch für andere organisatorische Dinge auf dem Reitplatz zuständig war. Dass dieser Parcours viel abverlangte, merkte man auch den zahlreichen Zuschauern und Kontrahenten an, welche die reitenden Athleten in einer gespenstischen, angespannten Ruhe akribisch verfolgten. Mit viel Pferdeverständnis, gekonnten Fußbewegungen und einer gefühlvollen Hand gelang es dutzenden Startern, den schwierigen Parcours fehlerfrei zu meistern. Das Alter der teilnehmenden Athleten war dabei so unterschiedlich, wie die Pferde selbst. Ob Jugendliche oder erfahrene Senioren, welche diesen Sport schon seit DDR-Zeiten betreiben, war in Jesau alles vertreten. Dass viele aus der Region kamen, trug nicht nur zur Unterhaltung der anwesenden Gäste bei, sondern bewies auch, welch reitbegeisterten Menschen in der Oberlausitz zu Hause sind. Der Verein kann sich locker mit anderen Veranstaltern im Bundesland messen.