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Spendenaufruf für Klein-Erzgebirge

Orkan „Friederike“ hat Schaden im Miniaturpark angerichtet. Für die ehrenamtlichen Helfer bedeutet das viel Handarbeit.

© privat

Von Tina Soltysiak

Großes Glück kann so klein sein

Hellwach oder im lieblichen Schlummer zeigen sich die süßen Babys. In unserer Themenwelt Stars im Strampler gibt es den Nachwuchs zu sehen.

Roßwein/Oederan. Orkan „Friederike“ hat die Miniaturwelt „Klein-Erzgebirge“ in Oederan schwer getroffen. Insgesamt acht Bäume hat der Wind entwurzelt und zu Fall gebracht. Sie zerstörten Wege, Lampen und etwa 95 Meter Miniatur-Zaun. „Die Modelle sind den Winter über Gott sei Dank eingelagert“, sagte Geschäftsführer Stephan Drichelt. Über einen spontanen Geldsegen in Höhe von 1 000 Euro konnte er sich jetzt freuen.

Dirk Neubauer, Bürgermeister von Augustusburg (SPD), appellierte an die Gäste des Neujahrsempfangs der SPD Mittelsachsen, doch einmal einen Blick in die Brieftasche zu werfen, „ob sie für dieses Aushängeschild des Landkreises nicht eine Spende übrig haben“. Er ging persönlich mit der Box durch die Reihen. „Ich habe in meiner Kommune den Steinhaufen namens Augustusburg, um den sich Gott sei Dank der Freistaat Sachsen kümmert. Wir sollten alle über den Tellerrand hinausschauen. Deshalb bin ich heute hier und werbe um Spenden“, erklärte er sein Anliegen.

891 Euro seien in der Box gelandet, so Stephan Drichelt, Geschäftsführer der Miniaturwelt. Die SPD Mittelsachsen habe den Betrag auf 1 000 Euro aufgerundet. „Damit können wir Material kaufen: Holz, Nägel, Kabel und dergleichen. Das Geld hilft uns wirklich weiter“, sagte der 32-Jährige auf DA-Nachfrage.

Binnen weniger Monate hatten Unwetter großen Schaden im Klein-Erzgebirge angerichtet. „Im Herbst hatte Sturmtief Herwart die am Rand stehenden Bäume zu Fall gebracht. Dabei sind fünf Miniaturen kaputtgegangen. Der Schaden lag bei ungefähr 40 000 Euro“, so Stephan Drichelt. Die übriggebliebenen Bäume seien im Nachgang begutachtet worden. „Doch Friederike hatte nun Platz und viel Kraft, sodass eben doch weitere Bäume umgefallen sind. Sie wurden entwurzelt, dabei auch Wege zerstört. Das Gelände müssen wir erst wieder regulieren, bevor wir die Miniaturen aufstellen können“, so der Geschäftsführer, der seit 1997 ehrenamtlich im Verein Klein-Erzgebirge mithilft. Sein Vater Horst Drichelt hatte vor ihm jahrelang die Geschäfte geleitet.

Wie hoch der Sachschaden diesmal ist, kann er nicht sagen. „Wie beziffert man ehrenamtliche Arbeit?“ Denn insgesamt seien etwa 95 Meter Miniaturzaun zerstört worden. „Das heißt, in der nächsten Zeit wieder nageln, nageln und nochmals nageln“, so Stephan Drichelt. Denn der Wiederaufbau passiert in Handarbeit. „Die Staumauer der Talsperre Kriebstein hat auch etwas abbekommen. Die müssen wir ebenfalls reparieren“, sagte er. Ziel sei es, Karfreitag in die neue Saison zu starten. „Bis dahin möchten wir auch die Sonderschau China abgebaut und noch mehr Spielmöglichkeiten für Kinder geschaffen haben“, so Stephan Drichelt.

Besonders freut er sich über das von Bürgermeister Dirk Neubauer angekündigte Benefizkonzert. „Am 26. Mai komme ich nach Oederan und spiele mit meiner Band. Ich habe bereits zwei Benefizkonzerte veranstaltet. Dabei sind insgesamt 15 000 Euro zusammengekommen“, so Neubauer. Stephan Drichelt ergänzte: „Wer uns unterstützen möchte, sollte einfach unseren Park mal wieder besuchen. Denn die Eintrittsgelder sind unsere Haupteinnahmequelle.“

Spendenkonto: Klein-Erzgebirge e.V.; IBAN: DE81 8706 9075 0540 1328 10