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Formel 1 fährt jetzt an der Konsole

Die Königsklasse reagiert auf Corona mit ungewöhnlichen Mitteln. Derweil verzichten immer mehr Profis auf Geld. Und RB Leipzig trainiert wieder.

Testfahrten vor der neuen Saison: Sebastian Vettel steuert seinen Ferrari bei einer Testfahrt über die Rennstrecke. Jetzt kann er an der Konsole fahren.
Testfahrten vor der neuen Saison: Sebastian Vettel steuert seinen Ferrari bei einer Testfahrt über die Rennstrecke. Jetzt kann er an der Konsole fahren. © dpa

Eigentlich war der Big Bang in der Formel 1 für 2021 geplant. Ikonische Rennwagen, Chancengleichheit und Spektakel wie nie, so lautete die Vision der Macher. Doch die Corona-Pandemie hat für einen ganz anderen, einen ungewollten Knall gesorgt. Die ersten sieben Saisonrennen sind verschoben oder ganz abgesagt. Das neue Regelwerk kommt erst 2022, um Geld zu sparen. Der milliardenschwere PS-Zirkus schwankt zwischen Zwängen und Verzweiflung.

Zu letzterer darf die Einführung einer virtuellen Rennserie gezählt werden. Wie die Formel 1 am Freitag bekannt gab, werden beginnend mit dem Großen Preis von Bahrain am Sonntag die verlegten Rennen an der Konsole gefahren. Namentlich nicht genannte „aktuelle Formel-1-Fahrer“ sollen sich mit E-Sport-Profis und Gast-Startern in der Rennsimulation F1 2019 messen. Geplant ist die Austragung der Serie, deren Ergebnisse nicht zur WM zählen, bis Mai.

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Danach soll möglichst wieder in der Realität gefahren werden, der späteste Saisonstart der Formel-1-Geschichte solle am 7. Juni in Baku erfolgen. 18 der 22 geplanten Rennen könnten dann noch stattfinden, wenn in der Sommerpause durchgefahren wird. Der Klassiker in Monaco am 24. Mai fällt dagegen definitiv aus und das erstmals seit 1954, weil der Umbau der öffentlichen Straßen zur Rennstrecke rund sechs Wochen in Anspruch nimmt. Das Saisonfinale soll auf den 2. Advent geschoben werden, zudem sind erstmalig Rennen an vier Wochenende hintereinander geplant.

Kimmich und Goretzka spenden eine Million Euro

In Deutschland geben indes immer mehr Profisportler ihren Gehaltsverzicht bekannt, darunter die Fußballer in Mönchengladbach und Karlsruhe sowie einige Handballer wie die vom SC DHfK Leipzig. Die Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben mit einer Eigenbeteiligung von einer Million Euro eine Internet-Plattform zur Bewältigung der Corona-Krise gegründet. Die Initiative „We Kick Corona“ soll karitativen, sozialen oder medizinischen Einrichtungen helfen.

Die Fußballer von RB Leipzig haben sich am Freitag wieder im Trainingszentrum eingefunden. Die Spieler wurden in mehreren Gruppen auf drei Trainingsplätze aufgeteilt und haben Übungen absolviert – mit Ball, aber ohne Körperkontakt. Auch vor und nach der Einheit wurde der Kontakt auf ein Mindestmaß heruntergefahren. So zogen sich die Profis nicht in der Kabine, sondern in ihren Einzelzimmern auf dem Trainingsgelände um. (dpa, sid)