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Sport

Abpfiff - der Sporttag im Überblick

Der Amateursport kann auf Lockerungen hoffen, Täve Schur rät vom Leistungssport ab und Michael Rösch sorgt sich um den Biathlon-Nachwuchs.

Der Eishockey-Verband erstattet Tickets, Täve leidet unter den Folgen seiner Karriere, Dynamo-Coach Kauczinski ist "nicht erfreut", RB-Keeper Peter Gulasci bezieht Stellung und Michael Rösch ist besorgt.
Der Eishockey-Verband erstattet Tickets, Täve leidet unter den Folgen seiner Karriere, Dynamo-Coach Kauczinski ist "nicht erfreut", RB-Keeper Peter Gulasci bezieht Stellung und Michael Rösch ist besorgt. © Robert Michael, dpa (3), René M

Sportminister beschließen Rückkehrmodell

Die Amateur- und Freizeitsportvereine haben im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise einen herben Mitgliederverlust verzeichnen müssen. Allein in Dresden wurden knapp 2.000 Austritte verzeichnet. Aus diesem Grund hatte sich in Sachsen auch ein Bündnis gegründet, das mit der Politik ins Gespräch kommen will, um zu einem geregelten Trainingsbetrieb zurückkehren zu können. Den acht Gründungsvereinen haben sich inzwischen bereits 20 weitere angeschlossen.

Und noch eine gute Nachricht: Millionen von Amateursportlern können hoffen, in absehbarer Zeit wieder ins Vereinstraining einsteigen zu dürfen. Geht es nach den Sportministern der Länder, könnte dafür schon am 3. März von Kanzlerin und Ministerpräsidenten der Weg geebnet werden.

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Turntrainerin Frehse spricht nicht vor Sportausschuss

Der Sportausschuss des Bundestages befasst sich am Mittwoch in seiner 65. Sitzung mit den mutmaßlichen Vorkommnissen am Olympiastützpunkt Sachsen in Chemnitz und will daraus laut Tagesordnung „Konsequenzen für Trainingsstrukturen“ ziehen. Die beschuldigte Turntrainerin Gabriele Frehse wird sich dabei aber nicht selbst äußern können. Die 60-Jährige hatte ihre Sicht der Dinge aber bereits in einem Offenen Brief an das Gremium kommuniziert.

Eishockey-Länderspiel in Dresden ohne Zuschauer

Schon im April 2020 sollte die deutsche Nationalmannschaft in der Energieverbund-Arena gegen Belarus antreten. Wegen der Corona-Krise wurde der Termin um ein Jahr verschoben. Die Partie soll zwar nach wie vor stattfinden, doch mit Zuschauern kalkuliert der Deutsche Eishockey Bund nicht. Deswegen bietet der Verband die Rückerstattung bereits gekaufter Tickets an, hofft aber aus guten Gründen auf die Solidarität der Fans.

Ex-Biathlet Rösch sorgt sich um deutschen Nachwuchs

Er war selbst ein gutes Jahr als Stützpunkttrainer in Altenberg für den säschsischen Biathlon-Nachwuchs zuständig, nun sorgt sich Michael Rösch um die Zukunft seines Sports in Deutschland. Was der 37-Jährige bemängelt, und wo er Ansatzpunkte für eine erfolgreichere Perspektive sieht, lesen Sie hier.

RB-Torhüter kritisiert ungarische Regierung

Peter Gulacsi hat sich klar gegen Homophobie in seinem Heimatland Ungarn positioniert. Der 30 Jahre alte Torhüter des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig kritisierte mit einem Facebook-Post am Dienstag das Ende Dezember verabschiedete Gesetz, nach dem homosexuelle Paare keine Kinder adoptieren dürfen. "Jeder Mensch hat das Recht auf Gleichberechtigung", schrieb der Schlussmann: "So hat auch jedes Kind das Recht, in einer glücklichen Familie aufzuwachsen - ganz egal, aus wie vielen Menschen sie besteht, welche Hautfarbe man hat, wen man liebt oder an was man glaubt."

Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban erregt bereits seit Jahren Aufsehen durch ihre LGBTQ-feindliche Politik. Gulacsis Stimme hat in Ungarn durchaus Gewicht. Der zweimalige Fußballer des Jahres des Landes engagiert sich seit längerer Zeit karitativ, hilft mit seiner Frau medizinischen Einrichtungen und setzt sich für den Tierschutz ein.

Dynamo-Trainer über Nachhol-Termin "nicht erfreut"

Die Ansetzung kam kurzfristig. Erst am vergangenen Freitag gab der DFB bekannt, dass die Dresdner am Mittwoch ihr Nachholspiel gegen die zweite Vertretung des FC Bayern München absolvieren sollen. Angesichts des nur drei Tage später anstehenden Spitzenspiels ist SGD-Coach Markus Kauczinski von dem Termin nicht sonderlich angetan. Dennoch: "Schimpfen hilft nicht, wir müssen das Beste daraus machen."

"Täve" Schur rät vom Leistungssport ab

Zu seinem 90. Geburtstag hat Radsport-Idol Gustav-Adolf Schur vor den Folgen des Leistungssports gewarnt. Mit seiner heutigen Erfahrung würde er den nie wieder betreiben. "Es hat viele Jahre gedauert, bis ich meinen Körper wieder auf ein normales Level gebracht hatte", sagte Schur der Leipziger Volkszeitung. Der Erfolg auf dem Rad hatte offensichtlich seinen Preis. "Ich hatte Extrasystolen, mein Puls machte also dauernd Sprünge. Noch vor drei Jahren habe ich die Auswirkungen gespürt", sagte Schur, der am Dienstag seinen runden Jahrestag beging.

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