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Sport

Abpfiff - der Sporttag im Überblick

Für RB gibt es personelle Rückschläge und neue Reiseinformationen, Dynamo plant zweigleisig, der NOFV hofft auf Geld aus Berlin und ein Biathlet auf sein Debüt.

Der Sportdienstag aus sächsischer Sicht: RB muss wohl wieder nach Budapest, Jürgen Wehlend und Hermann Winkler jonglieren mit Zahlen und Justus Strelow darf wahrscheinlich bald im Weltcup ran.
Der Sportdienstag aus sächsischer Sicht: RB muss wohl wieder nach Budapest, Jürgen Wehlend und Hermann Winkler jonglieren mit Zahlen und Justus Strelow darf wahrscheinlich bald im Weltcup ran. © dpa(2), Steffen Kuttner, Matthias Rietschel

Angeliño fehlt RB Leipzig auch im Pokal

RB Leipzig muss im Viertelfinale des DFB-Pokals sehr wahrscheinlich auf zwei Schlüsselspieler verzichten. Wie Trainer Julian Nagelsmann am Dienstag bekanntgab, wird Außenverteidiger Angeliño am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) gegen den VfL Wolfsburg nicht zur Verfügung stehen. Der Spanier hatte schon beim Spitzenspiel der Bundesliga gegen Mönchengladbach am Samstag gefehlt. Zudem sind die Aussichten bei Kapitän Marcel Sabitzer schlecht, der am Dienstag ebenfalls wegen muskulärer Probleme nicht trainierte. "Wir entscheiden das am Mittwochmorgen. Das sieht aber eher ambitioniert aus", sagte Nagelsmann.

Wie am Mittwoch zudem bekannt wurde, wird das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Liverpool wohl auch - wie schon das Hinspiel - in Budapest ausgetragen. Das berichtete die Times, nachdem dem gastgebenden englischen Meister von Trainer Jürgen Klopp für die Partie am 10. März mehrere andere Optionen nicht zur Verfügung stehen. Die Stadien von Feyenoord Rotterdam und Udinese Calcio sollen ebenfalls angefragt worden sein. Bereits das erste Aufeinandertreffen wurde Ende Februar in Budapest ausgetragen, Liverpool siegte 2:0.

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Weltcup-Chance für Sachsens Biathleten

Biathletin Vanessa Voigt feiert beim ersten Teil des Weltcups in Nove Mesto dieses Wochenende ihr Debüt. Die 23-jährige vom WSV Rotterode wurde angesichts starker Leistungen mit zuletzt drei Siegen im zweitklassigen IBU-Cup erstmals von Bundestrainer Mark Kirchner berufen. Insgesamt nominierte Kirchner sechs Frauen, angeführt von Franziska Preuß (Haag) und Denise Herrmann (Oberwiesenthal), sowie sechs Männer um Vizeweltmeister Arnd Peiffer (Clausthal- Zellerfeld).

Nach einer enttäuschenden WM in Pokljuka mit zwei Medaillen – neben Peiffer holte die Frauen-Staffel Silber – ist in Tschechien Wiedergutmachung angesagt. Vor allem Routinier Erik Lesser (Frankenhain) ist nach seiner desaströsen WM heiß. „Mein Ziel ist, wieder in die Top 15 zu kommen. Ich werde mich in besserer Form zeigen als zuletzt“, sagte der 32-Jährige. Mit der Staffel der Frauen geht es am Donnerstag los. Die Männer-Staffel folgt am Freitag. Am Wochenende stehen Sprint und Verfolgung auf dem Programm, ehe dann auch der Weltcup am darauffolgenden Wochenende in Nove Mesto stattfindet. Dort soll dann auch Sachsens bester Biathlet, Justus Strelow, sein Debüt im Weltcup feiern.

Dynamo beantragt die Lizenz für zwei Ligen

Schwarz-Gelb plant zweigleisig. Die SGD hat fristgemäß die Lizenzunterlagen für die nächste Saison eingereicht - und zwar sowohl für die dritte als auch für die zweite Liga. Der Aufstieg wäre "ein absoluter Befreiungsschlag", hatte der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend gesagt. Die derzeitige sportliche Ausgangsposition hilft also möglicherweise wirtschaften.

NOFV-Präsident hofft auf Corona-Hilfe für Regionalliga

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) kämpft um staatliche Millionenhilfen für seine Regionalligisten. "Wir haben berechnet, dass 85 bis 86 Prozent der Spieler dem Profi-Bereich zuzuordnen sind. Die verdienen mit dem Fußball ihr Geld. Und überhaupt: Für die meisten Vereine ist Regionalliga-Fußball ein hartes Geschäft", sagte Präsident Hermann Winkler der Lausitzer Rundschau.

Der 57-Jährige hofft darauf, dass Clubs wie Energie Cottbus oder Lok Leipzig von den 200 Millionen Euro schweren Coronahilfen des Bundes profitieren können. "Viertliga-Fußball ist kein Hobbysport. Da steckt in den Regionen ja echte Wirtschaftskraft dahinter", betonte Winkler. "Zumal von diesem Geld im Bundesprogramm für das Jahr 2021 erst 65 Millionen Euro abgeflossen sind."

Außerdem bestätigte Winkler, dass man derzeit mit einem neuen TV-Partner verhandele. Der MDR als bisheriger Rechteinhaber will sich möglicherweise zurückziehen. "Wir verhandeln mit einem privaten Partner - aber MDR und RBB wollen wir weiter mit im Boot haben. Dabei geht es auch um das regionale Gefühl im Fußballosten. Wir steuern da auf eine charmante Lösung zu", sagte der Politiker.

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