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Sport

Abpfiff - der Sporttag im Überblick

Die Eislöwen trennen sich von einem Hoffnungsträger, die Biathleten feiern einen ungewohnten Erfolg und Sachsens Leichtathleten kämpfen um EM-Ehren.

Der Sportfreitag aus sächsischer Sicht: Marco Stichnoth berät die Eislöwen nicht mehr, erster Weltcup-Sieg seit 2017 für die Biathlon-Staffel der Männer und EM-Aus für Hochspringer Jonas Wagner.
Der Sportfreitag aus sächsischer Sicht: Marco Stichnoth berät die Eislöwen nicht mehr, erster Weltcup-Sieg seit 2017 für die Biathlon-Staffel der Männer und EM-Aus für Hochspringer Jonas Wagner. © Christian Juppe, dpa (2)

Hallen-EM: Dresdner Leichtathleten verpassen Entscheidungen

Kugelstoß-Ex-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathleten im polnischen Torun am Freitagabend die Bronzemedaille gewonnen. Die Vorkampf-Beste landete mit 19,04 Meter hinter der Portugiesin Auriol Dongmo (19,34) und Fanny Roos aus Schweden (19,29) auf dem dritten Rang. Schwanitz' Vereinskollegin Katharina Maisch hatte das Finale verpasst, nachdem sie in der Qualifikation nur auf 17,93 Meter und damit Platz zehn einkam.

Auch der deutsche Hochsprung-Hallen-Meister Jonas Wagner vom Dresdner SC war mit 2,16 Metern bereits im Vorkampf gescheitert. Wagners Vereinskamerad Karl Bebendorf verpasste über 1.500 Meter mit 3:41,29 Minuten ebenso den Endlauf, war aber dennoch bester Deutscher. „Ich kann mit einem guten Gewissen aus dem Rennen rausgehen. Vom Gefühl her war es mein bestes Rennen in dieser Hallensaison“, so Bebendorf.

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Eislöwen trennen sich von sportlichem Berater

Im Dezember 2019 kam Marco Stichnoth mit großen Erwartungen nach Dresden. Die Eislöwen erhofften sich entscheidende Impulse von dem Mann, der in gleicher Position die Hannover Scorpions 2010 zum deutschen Meistertitel geführt hatte.

Nun sagt der 55-Jährige: "Es waren intensive 14 Monate mit einigen Höhen und Tiefen bei den Eislöwen, aber auch eine schöne Zeit in Dresden. Man führt ja während einer Saison im Grundsatzgespräche, wohin man sich entwickeln möchte. Ich habe dann gesehen, dass das nicht überein geht. Wenn man Veränderungen will, tut das manchmal weh", erklärte Stichnoth auf Nachfrage von Sächsische.de.

Biathlon-Männer holen ersten Staffelsieg seit vier Jahren

Die deutsche Männer-Staffel hat nach ihrem WM-Debakel eine überraschende Wiederauferstehung gefeiert und den ersten Weltcupsieg seit über vier Jahren gefeiert. Angeführt von einem bärenstarken Erik Lesser triumphierten Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Philipp Nawrath in Nove Mesto nach überzeugenden Leistungen am Schießstand und in der Loipe deutlich vor Russland und Norwegen.

Zuletzt hatte ein DSV-Quartett vor 1.504 Tagen am 21. Januar 2017 in Antholz ein Rennen über die 4x7,5 km gewonnen. Bei der dritten Podiumsplatzierung des Winters lagen Peiffer und Co. nach nur fünf Nachladern 1:21,7 Minuten vor den Russen (0+8) und 1:33,2 Minuten vor dem Weltmeister (3+9).

Optimismus bei den Veranstaltern der Laufszene

Veranstalter von Großevents bekommen die Auswirkungen der Corona-Krise mit am heftigsten zu spüren. Die Laufszene Events GmbH aus Dresden organisiert sachsenweit Laufveranstaltungen für meist mehrere Tausend Teilnehmer. "Erstmals seit Bestehen unserer Agentur mussten wir mit dem Dresdner Citylauf vergangenes Jahr einen Lauf absagen", erinnert sich André Egger im CoronaCast an die Zeit im März 2020 zurück. Das sei schmerzhaft gewesen und unausweichlich. "Doch anders als damals, wo niemand wusste, wie es weitergeht, haben wir jetzt Perspektiven und eine Menge gelernt", betont er.

Kombinierer beenden Saison in Klingenthal

Das Weltcup-Finale der Nordischen Kombinierer wird in Klingenthal statt wie bisher geplant in Schonach ausgetragen. Dies teilte der Ski-Weltverband Fis am Freitag mit. Grund für die Verlegung am 20. und 21. März ist Schneemangel im Schwarzwald. In Klingenthal sollen zwei Einzelwettbewerbe mit Zehn-Kilometer-Läufen ausgetragen werden. Das in der norwegischen Hauptstadt Oslo geplante Wochenende am 13. und 14. März ist corona-bedingt schon seit längerer Zeit abgesagt.

Der Libero des VC Dresden bittet zum Corona-Test

Daniel Nahhas verfolgt drei Karrieren: Er spielt Volleyball beim VC Dresden in der 2. Bundesliga und ist eine Etage tiefer als Schiedsrichter unterwegs. Zwar hat der Verband die Saison in allen Ligen unterhalb der zweiten abgebrochen, für Nahhas gibt es dennoch kaum Verschnaufpausen. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass der Medizin-Student mit seiner Doktorarbeit weiterkommen will.

Chemnitzer FC ist schuldenfrei

Durchatmen beim Fußball-Viertligisten Chemnitzer FC: Nach quälenden Monaten und Jahren ist das Insolvenzverfahren des e.V. erfolgreich beendet. Das Amtsgericht bestätigte den Beschluss zur Aufhebung des Insolvenzverfahrens am Freitag. Damit ist der Chemnitzer FC e.V. schuldenfrei.

"Wir haben den gerichtlichen Beschluss bekommen, nach dem wir uns alle gemeinsam so lange gesehnt haben. Die Insolvenz ist beendet. Diese unsägliche Last ist weg", erklärte die Vorstandsvorsitzende Romy Polster. Die Himmelblauen hatten im Juni 2018 wegen hoher Verbindlichkeiten ein Insolvenzverfahren eröffnet.

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