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Das ist der neue Cheftrainer von Budissa Bautzen

Fußball-Oberligist Budissa Bautzen nimmt Steve Dieske und Eric Prentki unter Vertrag. Kapitän Hagemann geht und Philipp Scharfe wechselt zu Meister Bischofswerdaer FV.

Von Jürgen Schwarz
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Der Neue an der Seitenlinie bei Budissa Bautzen: Steve Dieske.
Der Neue an der Seitenlinie bei Budissa Bautzen: Steve Dieske. © Archiv: Matthias Kost

Bautzen. Nun ist es entschieden: Wie Sächsische.de aus sicherer Quelle erfuhr und der Verein am Montagvormittag bestätigte, werden Steve Dieske (44) und der 34 Jahre alte Eric Prentki ab Juli das neue Trainer-Duo des Fußball-Oberligisten FSV Budissa Bautzen. Sie treten die Nachfolge von Stefan Richter und Torsten Marx an, deren zum 30. Juni auslaufende Verträge nicht verlängert wurden.

Bautzens Präsident Sven Johne hatte vor dem Wochenende erklärt: „Wir werden die Namen mit Rücksicht auf die abgebenden Vereine noch nicht bekanntgeben.“ Dieske saß am Samstag noch als Chefcoach beim Landesligisten Empor Glauchau auf der Bank. Zuvor trainierte er von 2020 bis 2023 den Großenhainer FV, den er zu einem Landesliga-Spitzenteam formte. Nach dem freiwilligen Sachsenliga-Rückzug der Röderstädter übernahm er das Amt in Glauchau. Mit Empor lag er nach der Hinrunde als Tabellenzweiter auf Oberligakurs, aber in der zweiten Halbserie stürzte Glauchau sportlich ab.

Euphorie bei den neuen Übungsleitern

Prentki war bis zum Vorjahr spielender Co-Trainer in Großenhain und in gleicher Funktion im Spieljahr 2023/24 an der Seite von Stefan Minge bei Motor Wilsdruff unter Vertrag. Von der Mannschaft hatte sich der 34-Jährige bereits in der Vorwoche verabschiedet. Prentki, der zwischen 2011 und 2018 für Einheit Kamenz am Ball war, wird auch in Bautzen die Rolle des Co-Trainers übernehmen.

Am Montag erklärte Johne dann in einer Mitteilung des Vereins: "Mit Steve und Eric hatten wir in den letzten Tagen viele positive Gespräche. Wir sind absolut überzeugt, dass beide die Mannschaft weiterentwickeln, frische Impulse setzen und erfolgreich führen werden."

Dieske sagte zu seiner Entscheidung: "Budissa ist ein Traditionsverein, der mit seinem Umfeld eine enorme Strahlkraft hat. Beim intensiven Austausch mit der Vereinsführung hat man schnell gespürt, dass es passt." Ähnlich schätzt das auch Prentki ein. Er sei aufgrund der Anfrage von Budissa "sofort ein stückweit euphorisiert" gewesen. "Nach den Gesprächen mit der Vereinsführung und auch Steve reifte dann der Gedanke, dass das einfach passt, und ich persönlich diese Chance nutzen möchte."

Auch beim spielenden Personal gibt es Änderungen bei Budissa. Philipp Scharfe, 2023 aus Großenhain gekommen, wechselt zum Bischofswerdaer FV, dem Meister der Oberliga Süd, der sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen wird. Der 21-Jährige bestritt 25 Punktspiele für die Spreestädter. Neben Scharfe vermeldet Budissa weitere Abgänge, allen voran den von Kapitän Tom Hagemann. Der Ex-Dynamo spielte fünf Jahre für Bautzen und erzielte 99 Tore. Ebenso verabschiedet wurden die beiden Torhüter Ondrej Cap und Mikolaj Gorzelanski sowie die Spieler Kay Weska, Max Rülicke und Amadou Sow.

Personalentscheidungen beim Bischofswerdaer FV

In Bischofswerda geht derweil alles wieder seinen gewohnten (Oberliga-)Gang. Der Nichtaufstieg hatte sich schon vor Wochen angedeutet, auch wenn hinter den Kulissen beim BFV eifrig darüber diskutiert wurde. Die Schiebocker haben einige Jahre Regionalliga-Erfahrung unter Trainer Erik Schmidt (neuer Chefcoach beim SC Borea) hinter sich – und die positiven Erfahrungen hielten sich in dieser Zeit in einem überschaubaren Maß.

Am Kader wird sich nicht mehr viel ändern. Allerdings gab Geschäftsführer Frank Terks die Trennung vom langzeitverletzten Jakub Moravec sowie von Norman Kloß bekannt. Kloß spielte 2018/19 und ab Juli 2022 für den BFV, kam in der abgelaufenen Oberliga-Serie nur zu drei Einsätzen, da er aus beruflichen Gründen sportlich kürzertreten musste.

Moravec war im letzten Regionalliga-Jahr der Schiebocker dabei (2020/21), kehrte ein Jahr später aus Babelsberg wieder zurück. Im April 2023 zog er sich einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch zu, konnte seitdem kein Spiel für den BFV absolvieren. Im Februar dieses Jahr musste er noch einmal operiert werden.