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Fuß gebrochen: Chemnitzer Turnerin Scheder verpasst WM

Die Bonzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Rio fällt in Kitakyushu aus. Dafür überrascht eine Vereinskollegin in der ersten Quali-Runde.

Sophie Scheder bei der Ehrung für ihren größten Karriere-Erfolg: Platz 3 am Stufenbarren bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016.
Sophie Scheder bei der Ehrung für ihren größten Karriere-Erfolg: Platz 3 am Stufenbarren bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016. © dpa Deutsche Presse Agentur

Chemnitz. Sophie Scheder, Olympia-Dritte 2016 in Rio de Janeiro am Stufenbarren, muss verletzungsbedingt auf einen Start bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften vom 18. bis 24. Oktober im japanischen Kitakyushu verzichten.

Im Training erlitt die 24 Jahre alte Chemnitzerin beim Abgang vom Schwebebalken einen Bruch des rechten Mittelfußes.

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Die ehemalige deutsche Mehrkampf-Meisterin hatte in den vergangenen Jahren mehrfach mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. So verpasste sie aufgrund von Verletzungen sowohl die Heim-WM 2019 in Stuttgart als auch die Olympischen Spiele in Tokio im vergangenen Sommer. Scheder hatte deswegen auch schon über ein Karriereende nachgedacht.

Außerdem hatte der gebürtigen Wolfsburgerin auch der Fall ihrer Trainerin Gabriele Frehse zu schaffen gemacht. Scheders Vereinskollegin Pauline Schäfer hatte der 61-Jährigen Ende 2020 zusammen mit weiteren Turnerinnen vor, sie täglich beleidigt und erniedrigt zu haben. Die später vom Olympiastützpunkt Chemnitz gekündigte Frehse bestreitet das, Scheder durfte aber trotz großer Unterstützung für Frehse nicht bei ihrer langjährigen Übungsleiterin bleiben.

Chemnitzer Schülerin gewinnt nationale Qualifikation

In Frankfurt am Main endete die erste nationale Qualifikation der deutschen Kunstturnerinnen für die Weltmeisterschaften mit dem Sieg der erst 16 Jahre alten Lea Quaas. Die Schülerin aus Chemnitz setzte sich im Mehrkampf mit 49,95 Punkten vor der Kölnerin Aiyu Zhu (47,75) sowie Lona Häcker aus Berkheim (47,00) durch.

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Die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin und zweimalige Olympiateilnehmerin Pauline Schäfer (Chemnitz) turnte nur an ihrem Spezialgerät. Gar nicht am Start waren die Olympia-Neunte Elisabeth Seitz und ihre Stuttgarter Vereinskollegin Kim Bui, die auch bei den Welttitelkämpfen nicht an die Geräte gehen werden.

Ein zweites und letztes Ausscheidungsturnen findet am 2. Oktober in Mannheim im Rahmen eines Bundesliga-Wettkampfes statt. Die Kunstturner ermitteln bei einem internen Wettkampf am 7. Oktober in Kienbaum ihre WM-Teilnehmer. (sid)

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