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Curling trifft Corona

Von Geising über Calgary nach Peking: Klara-Hermine Fomm spielt bei der WM um das Olympiaticket. Die Hygieneregeln sind sehr streng.

Klara-Hermine Fomm ist 21 Jahre alt, Studentin und seit 2018 ein fester Bestandteil der deutschen Curling-Nationalmannschaft.
Klara-Hermine Fomm ist 21 Jahre alt, Studentin und seit 2018 ein fester Bestandteil der deutschen Curling-Nationalmannschaft. © privat

Altenberg. Nach den Männern sind jetzt die Frauen dran, und die wollen es besser machen als die Männer, die bei der Curling-WM als Zehnte die direkte Qualifikation für Olympia verpassten, während Titelverteidiger Schweden den Gold-Hattrick perfekt machte. Ab Freitag kämpfen 14 Frauen-Teams in Calgary um Medaillen und Tickets zu den Winterspielen. Für Deutschland spielt neben den Füssener Curlerinnen um Skip Daniela Jentsch auch Klara-Hermine Fomm erneut mit. Die 21-Jährige vom 1. SCV Geising ist seit drei Jahren fester Bestandteil der Nationalmannschaft.

Nach anderthalbwöchiger Selbstisolation in Bayern ist das deutsche Quintett mit der aus dem Altenberger Ortsteil Löwenhain stammenden Studentin seit beinahe einer Woche in Kanada. Die Infektionsschutzvorgaben sind streng. Die WM sollte eigentlich im schweizerischen Schaffhausen stattfinden, wurde aber pandemiebedingt neu an den Olympia-Gastgeber von 1988 vergeben. „Wir haben alle Einzelzimmer, essen nicht zusammen, sondern jede für sich. Wir sehen uns, genauso wie die anderen Teams, nur zum Training und zu den Spielen“, sagt Fomm. So solle sichergestellt werden, dass jede Mannschaft zu den WM-Partien antreten kann, falls es einen positiven Fall geben sollte. Außer auf dem Eis gelte immer Maskenpflicht. Die WM der Männer in der vergangenen Woche an gleicher Stelle musste nach positiven Corona-Tests zeitweise unterbrochen werden.

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Die Play-offs sind das große Ziel

Die deutschen Frauen wären froh, die Play-offs zu erreichen. Dazu müssten sie mindestens Platz sechs in der Vorrunde belegen. Im Modus „jeder gegen jeden“ sind bis 9. Mai 13 Duelle zu absolvieren. Die beiden besten Mannschaften erreichen direkt das Halbfinale. Die nächsten vier Teams spielen um die beiden anderen Plätze. „Wenn wir es unter die besten acht Mannschaften schaffen, wäre das zufriedenstellend“, sagt Fomm. „Wenn wir sogar die Play-offs packen würden, wäre das ein großer Erfolg, und wir wären dann auch bei Olympia dabei.“ Ansonsten besteht bei einer Qualifikation noch eine letzte Chance für drei bis vier weitere Nationen, sich für die Spiele 2022 in Peking zu qualifizieren.

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„Wir hatten gut ein Jahr lang nur trainiert, mal ein Testspiel gegen die damalige Schweizer Meistermannschaft und zuletzt gegen Italien. Also wissen wir noch nicht wirklich, wo wir stehen“, sagt die deutsche Vizemeisterin von 2019. „Für uns geht es vor allem darum, in Calgary unsere beste Leistung zu zeigen. Und dann schauen wir mal, wofür das am Ende reicht.“ Die WM ist nach der Corona-Pause das erste Turnier für die WM-Neunten von 2019 seit der EM im gleichen Jahr. Damals kam die Spielgemeinschaft Füssen/Geising auf Platz fünf.

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