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Der knackige Trainingsauftakt der Eislöwen

Der Eishockey-Zweitligist aus Dresden startet mit 20 Profis in die Saison - und einer personellen Überraschung. Der Trainer ist regelrecht begeistert.

Die Eiszeit hat begonnen: Eislöwen-Trainer Rico Rossi startete am Montag mit seinen Zweitliga-Profis in die Saisonvorbereitung - und zeigt gleich, wo es langgeht.
Die Eiszeit hat begonnen: Eislöwen-Trainer Rico Rossi startete am Montag mit seinen Zweitliga-Profis in die Saisonvorbereitung - und zeigt gleich, wo es langgeht. © Christian Juppe

Dresden. Den eigentlichen Knüller zum offiziellen Trainingsstart der Dresdner Eislöwen für die nächste Spielzeit in der DEL2 gibt es auf einem A-4-Bogen. Per Pressemitteilung verkündet der Eishockey-Zweitligist eine der wichtigsten Personalien. 

Jordan Knackstedt, Stürmer und emotionaler Antreiber, bleibt ein weiteres Jahr in Dresden. Damit ist auch eine der drängendsten Fragen der Anhänger beantwortet. In bisher 118 Partien für Dresden bringt es der 31-Jährige auf 49 Tore und eindrucksvolle 121 Vorlagen. Die Hoffnungen, dass viele Treffer und Assists hinzukommen, ist nicht so weit hergeholt. 

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Denn Knackstedt gilt als sogenannter Unterschiedsspieler. "Er ist für mich einer der, wenn nicht sogar der beste Spieler der Liga", betont Trainer Rico Rossi. "Ich freue mich, mit ihm und der Mannschaft jetzt auch wieder loslegen zu können. Viele halten ihn nur für einen Torjäger, die verstehen aber nicht, was für einen unglaublichen Siegeswillen er mitbringt. Diese Führungsqualitäten will ich jetzt auch noch mehr sehen." 

Laut Marco Stichnoth, dem sportlichen Berater der Eislöwen, hat der Deutsch-Kanadier für seine dritte Saison bei den Eislöwen auch finanzielle Abstriche gemacht. "Er hat viel Verständnis für die Situation und den Klub gezeigt. Es war ein klares Statement für den Standort", wird Stichnoth in der Mitteilung zitiert. 

Für Knackstedt selbst ist das Projekt Dresden offenbar eine Herzensangelegenheit. "Wir haben über den gesamten Sommer hinweg viel miteinander gesprochen, in der vergangenen Woche dann den Vertrag perfekt gemacht. Die Corona-Pandemie ist natürlich etwas, womit man sich beschäftigt. Ich wollte abwarten, bis verschiedene Dinge geregelt sind", erklärte Knackstedt auf Nachfrage.

Stürmer Jordan Knackstedt spielt auch in der kommenden Saison für die Eislöwen.
Stürmer Jordan Knackstedt spielt auch in der kommenden Saison für die Eislöwen. © Christian Juppe

Damit meint der Stürmer wohl auch den Spielplan der DEL2, den die Liga am Samstag veröffentlicht hatte. Der auf den 6. November verschobene Auftakt ist dabei nochmals bestätigt worden. "Mein Agent hat einige Angebote eingeholt, für mich war aber klar, dass die Eislöwen der erste Ansprechpartner bleiben. Ich hatte nicht wirklich vor, den Verein zu wechseln. Ich bin froh, wieder hier zu sein", sagte Knackstedt. 

Trainer Rossi konnte am Montag 20 Dresdner Profis zum ersten Mannschaftstraining aufs Eis bitten. Damit sind seit Montag alle Verträge der Eishockey-Profis gültig. "Bis dahin hatten wir einige Spieler in Kurzarbeit oder arbeitslos gemeldet. Die meisten Verträge hatten eine aufschiebende Bedingung", erklärt Maik Walsdorf, der kaufmännische Geschäftsführer des Zweitligisten. 

Nur Verteidiger Alexander Dotzler musste beim Start der Vorbereitung wegen eines Problems mit der Lunge noch zuschauen. Einen teaminternen Corona-Test haben die Eislöwen noch nicht absolviert. Walsdorf geht aber davon aus, dass die DEL2 ein, zwei Wochen vor dem Saisonstart einen verpflichtenden Test von jedem Zweitligisten verlangt. "Bisher handeln wir nur bei Verdachtsfällen", sagte Walsdorf. Die gibt es derzeit nicht. 

Entscheidung über Hygienekonzept soll diese Woche fallen

Das Gesundheitsamt Dresden soll noch in dieser Woche über das eingereichte Hygiene- und Sicherheitskonzept der Eislöwen entscheiden, zumindest hofft das der Klub. "An diese Entscheidung knüpfen wir auch, wann und in welcher Form wir Dauerkarten verkaufen", sagte der Geschäftsführer, der mit 20 Prozent geringerem Etat im Vergleich zur Vorsaison plant - da standen bis zu 2,6 Millionen Euro zur Verfügung. Allerdings wurde die Spielzeit zwischen Pre-Play-offs und der Play-off-Runde um die Meisterschaft abgebrochen. 

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Rico Rossi mag klare Ansagen und Kochen. Ein Abend mit Würze, italienischem Flair und Gesprächen über Familie und einen ganz besonderen Freund.

Dennoch hat Rossi bereits ganz konkrete sportliche Vorstellungen. "Meine Mannschaft soll immer um den Titel spielen, das ist mein Wunsch, das ist mein Ziel. Haben wir die Mannschaft dafür", fragt der 55-Jährige in die Runde und antwortet auch gleich selbst. "Wir haben 52 Spiele, um das herauszufinden". Für die optimale Vorbereitung auf die am 6. November startende Saison wird am Freundschaftsspiel-Plan gearbeitet. Im Oktober sollen dann die ersten Vorbereitungspartien stattfinden. 

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