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Der Sport macht vor, wie’s geht

Die Auslandsreisen der Profi-Fußballer sind trotz des Coronavirus wieder Alltag. Und die heftige Kritik daran greift zu kurz. Ein Kommentar.

Am Montag bestritt Thomas Müller (l.) mit Bayern München in Katar das Halbfinale der Fifa-Klub-WM gegen den ägyptischen Vertreter Al Ahly Kairo.
Am Montag bestritt Thomas Müller (l.) mit Bayern München in Katar das Halbfinale der Fifa-Klub-WM gegen den ägyptischen Vertreter Al Ahly Kairo. © dpa/Mahmoud Hefnawy

Bayern München fliegt mal eben zum Weltpokal nach Katar. Und weil Engländer aufgrund der Covid-19-Mutation nicht nach Deutschland einreisen dürfen, trägt RB Leipzig sein Heimspiel in der Champions League gegen Liverpool nun in Budapest aus. Verrückte, entrückte Fußball-Welt. Was da gerade passiert, lässt einen kopfschüttelnd zurück. Das jedoch allein wegen Corona zu kritisieren, ist polemisch. Eine scheinheilige, populistische Debatte. Die Exzesse des Fußballs müssen natürlich dringend diskutiert werden – aber an anderer Stelle.

Wenn es um Corona geht, macht der Fußball schließlich keine Ausnahme. Derzeit findet in Altenberg die Bob- und Skeleton-WM statt – mit Teilnehmern aus insgesamt 25 Ländern, unter anderem auch England. Biathleten und Alpinfahrer ermitteln in diesen Tagen ebenfalls ihre Weltmeister, zudem gibt es reichlich Winterweltcups an jedem Wochenende. Und auch in deutschen Hallen wird gespielt: Handball, Eishockey, Volley- und Basketball. Das alles dürfte es nicht geben, nimmt man – wie jetzt wieder von mehreren Politikern gefordert – die Bundeskanzlerin beim Wort und verzichtet auf jede nicht dringende Reise.

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Der Sport aber beweist mit strengen, sehr detaillierten Hygienekonzepten derzeit immer wieder aufs Neue das Gegenteil, sogar zuletzt bei der scharf kritisierten Handball-WM in Ägypten. Es sind Belege dafür, dass so etwas wie Alltag trotz des Virus funktioniert. Jetzt ist die Politik am Zug.

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