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Das Wichtigste zum Start der zweiten Eishockey-Liga

Am Freitag beginnt die neue Saison der DEL2 mit einem aus sächsischer Sicht heißen Derby. Das sind die sieben wichtigsten Fragen.

Stimmungsvoll und spannend soll sie werden, die neue Spielzeit in der Deutschen Eishockey-Liga 2 – und die drei sächsischen Klubs wollen dabei eine gute Rolle spielen.
Stimmungsvoll und spannend soll sie werden, die neue Spielzeit in der Deutschen Eishockey-Liga 2 – und die drei sächsischen Klubs wollen dabei eine gute Rolle spielen. © SZ-Archiv: Robert Michael

Dresden. Einen besseren Auftakt könnte es kaum geben: Am Freitagabend treffen die Lausitzer Füchse in Weißwasser auf die Dresdner Eislöwen. Mit einem Sachsenderby startet die Deutsche Eishockey-Liga 2 (DEL 2) in die neue Saison. Was Fans dazu wissen müssen – sächsische.de gibt einen Überblick.

Wie starten die sächsischen Klubs in diese Spielzeit?

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Das direkte Duell garantiert einen emotionalen Start für Weißwasser und Dresden, auch wenn sie erst vor einer Woche in einem Testspiel aufeinandergetroffen sind – ein Zufall. Diese Partie war bereits ausgemacht, bevor der Spielplan veröffentlicht worden ist. Die Eislöwen gewannen mit 5:1 bei den Füchsen, doch Dresdens Trainer Andreas Brockmann mahnt: „Wir müssen das Ergebnis aus dem Kopf kriegen, sonst wird es schwer.“ Crimmitschau muss zunächst auswärts in Heilbronn antreten.

Wie sind die Vereine in der Corona-Krise finanziell aufgestellt?

Alle 14 sportlich qualifizierten Vereine haben die Lizenz erhalten, was keinesfalls selbstverständlich ist. Der Umsatz der Klubs ist in der vergangenen Saison von vorher 42 Millionen auf 35 Millionen Euro gesunken, erklärte René Rudorisch, Geschäftsführer der DEL 2. Die massiven Einbußen beim Ticketverkauf und Catering von mehr als elf Millionen Euro sowie acht Millionen im Sponsoring wurden durch die staatlichen Corona-Hilfen zwar nicht ganz ausgeglichen, aber gut abgefedert. Zudem sparten die Vereine etwa 3,5 Millionen Euro Personalkosten. Für 2021/22 planen sie mit insgesamt gut 40 Millionen Euro Umsatz, haben dabei aber laut Rudorisch ausreichend Puffer eingerechnet.

Wie geht die Liga mit dem Thema Corona jetzt um?

Die Impfquote bei den Profis liegt laut Rudorisch bei 85 bis 95 Prozent. „Wir werden keine 100 Prozent erreichen, was man akzeptieren und respektieren muss“, meint er. Dennoch sieht er in dem erreichten Status eine gute Basis, um Quarantäne für Teams zu vermeiden. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss entweder täglich einen Selbsttest oder zweimal in der Woche einen PCR-Test machen. Die 3G-Regel gilt auch für Zuschauer, die Standorte können sich auch für 2G entscheiden. „Es ist wichtig, dass die Fans die Hygiene-Regeln annehmen und wieder ins Stadion kommen, um ihre Mannschaft zu unterstützen, damit es keine Long-Covid-Schäden im wirtschaftlichen Bereich gibt“, so Rudorisch.

Nach welchem Modus wird in der DEL 2 gespielt?

Es soll zur Normalität zurückgekehrt werden: eine Hauptrunde mit 52 Spieltagen, Pre-Play-offs für die Plätze sieben bis zehn sowie Meister- und Abstiegsrunde. Es wird einen sportlichen Absteiger geben. In die DEL aufsteigen könnte nur Frankfurt, das als einziger Verein die Lizenz für 2022/23 bekommen hat. Die Dresdner Eislöwen hatten die dafür nötige Bürgschaft in Höhe von 816.000 Euro fristgerecht hinterlegt, ihr Antrag soll aber zu spät eingegangen sein. Damit finden sie sich jedoch nicht ab. Die Gesellschafter prüfen derzeit, gegen die Ablehnung juristisch vorzugehen. Allerdings dürfte nur der Meister aufsteigen, das heißt: Frankfurt – oder eben Dresden – müsste den Titel gewinnen.

Was ist in dieser Saison neu in der zweiten Liga?

In erster Linie einige Regeln, die ein schnelleres Spiel ermöglichen sollen. So dürfen Torhüter den Puck nur dann festhalten, wenn sie der Angreifer unter Druck setzt, sonst droht eine Zwei-Minuten-Strafe. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, meint Rudorisch, kritisiert aber, dass die Klubs und Schiedsrichter zu spät informiert wurden. „Ich hätte mir gewünscht, dass man anders vorgeht, aber wir stellen uns dieser Aufgabe.“ Erstmals wird überall mit einem Puck derselben Firma gespielt.

Wer sind die Favoriten, und welche Rolle spielen die sächsischen Teams?

Die Frankfurter nehmen die Favoritenrolle an, aber deren Sportdirektor Franz-David Fritzmeier hat andere auf dem Zettel. „Landshut hat einige finanziellen Mittel in die Hand genommen und zählt mit den Neuzugängen dazu, Kassel wird sicher wieder ganz vorne mit dabei sein, und auch eine Mannschaft wie Dresden, die momentan nicht so eingeschätzt wird, hat sich sehr gut verstärkt vor allem in der Breite. Sie werden sicher den einen oder anderen in der Spitze herausfordern“, sagt Fritzmeier. Der eigene Anspruch der Eislöwen ist der direkte Einzug in die Play-offs, also ein Platz unter den besten sechs. Für Weißwasser und Crimmitschau steht dagegen der Klassenerhalt an oberster Stelle, die Abstiegsrunde soll dabei vermieden werden.

Wie kann man die Spiele der DEL2 live verfolgen?

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